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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-09-18 · 38 (18.9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
38 (18.9.1931)
Date
1931-09-18
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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18. September 1!»3L OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 fiiBt. «las Liebes- und Bheproblem /.wischen dem Nichtjuden und der Jüdin an der bedeuttamiten Stelle an; sie ielft die ganze Problematik, dir uns der Milleuverschiedenheit erwächst. In dem Augenblick, da Sarah so Kunz Eingang 7.11 Bnden hofft in den Menschenkreis, dem der von dir si> glühend gellebte Henri nicht nur äußerlich anschürt, sondern mit allem aufs tiefste verwachsen ist, wird ihr die tragische Schwierigkeit solchen Mlihens offenbar: dieser Kreis empfindet sie als fremd. weist den Eindringling unbarmheraig zurück, sie hofft auf die Hilfe Henris: er konnte den Leuten befehlen, könnte sie überreden, ihre offene Feindschaft aufsvgeben. Kr läßt sie allein ringen, Die drohende Katastrophe wird noch abgewendet, da sie den Moment erfaßt, in dem sie den rechten Ton für die Menschen der neuen Umgebung anschlagen und sieh den fremden Traditionen anpassen kann: sie verleugnet sich seihst und zieht damit die Widerstrebenden au sieh heran. Alier nun kommt eine neue drückende Krkenntnis: so wenig Henri und sein Kreis ihr Seihst aliwerfen können, so wenig auch kann sie aufhören. Jüdin zu sein. Sie scheint völlig eins zu sein mit den Leuten ihres Mannes; hei der Hochzeitstafel singt auch sie, wie das die Gutaherrin immer getan hat: aber sie singt — l'cho dodi. Ganz kann sie die Fremdheit nie überwinden. — Sarah Lcvy weiß dieses Ringen in einer anmutigen, vielfach geradezu in köstlich-ironischer Komi zu zeichnen. Die Charaktere sind mit leichten Strichen und doch so markant hingestellt, daß die Personen alle leben, leben in der Selbstverständlichkeit ihrer Gebundenheiten, Ein prächtiges Bild — dieser Onkel Pater, der die Jüdin als einziger in diesem Kreise ganz versteht. Lustig - diese Ahhängigkeit von Nebensächlichem, denen Sarah seihst keine Bedeutung zuerkennen möchte und denen sie dann doch erliegt. — Hier spricht eine große Kunst der Darstellung, wirksam in ihrer Tiefe und unterhaltsam in der reizvollen Form. G. C. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, August 19111. „V an der Holbeinbibei zur Amsterdamer H a g g a - dah", lautet die Ueberschrift eines sehr lehrreichen Aufsatzes, den Rahel Wischnitz er in dem soeben erschienenen Heft der Monats- «chrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums veröffentlicht. Sie zeigt, daß die Ilehereinstimmungen älterer Haggadahhilder mit Holheins Bildern zur Bihel auf die Benutzung christlicher Mittelquellen zurückgehen: insbesondere hat die Kunst M. Merians auf die Haggadahillustration gewirkt. Sie veranschaulicht aber auch, wie die jüdischen Meister, welche die Haggadah geschmückt haben, die christlichen Vorlagen im Sinne ihrer Religion abzuändern vermochten. Im gleichen Hefts gibt A. Ta r t a k o w e r eine höchst lehrreiche Uebersicht Uber das jüdische Schulwesen in Polen, welche lebhaft veranschaulicht, wie schwere Opfer die verschiedenen Richtungen des polnischen Judentums bringen, um die Jugend in ihrem Sinne zu erziehen. Auch ein Aufsatz des Grcifswalder Alttestamentlers Schütz Uber Ausgrab u 11 g e 11 in Palästina wird weite Kreise fesseln; erfreulicherweise sind ihm, wie auch dem Aufsatz der Frau YA'ischnitzer, Bildbeilagen hinzugefügt. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissensehaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von M. 10.— an die Gesellschaft (PoStScheckontO Paul Veit Simon, Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgeführt sind. Kalender des judischen Frauenbundes 6692. Zu unserer Anzeige des Kalenders des Jüdischen Frauenbundes gehen wir ergänzend bekannt, daß die Kalender in der Geschäftsstelle des Jüd. Frauenbundes, Berlin N 24, Monbijouplatz 10, zu erhalten sind. Der Umlegekalender kostet M. 1.90: der Abreißkalender M. 2.00, und die Metallunterlage M. 1.—. Vereinsnachrichten Verein Ahawns Thora (Talmud Thora) e. V. h-<k Am mir res. dem 10. September, findet im Bes Hamidrasch Ahawas Thora, Färberstr. 4. ULM Uhr eine mm des Herrn Rabh. 1). Feldmans statt, zu der wir um zahlreiches Erscheinen bitten. Der Vorstand. JUdisehc Arbeltergemelnsehaft. Bonnabend, den 10. September findet im neuen Heim Naundörfchen 12 ptr. ein Referat statt. Ks spricht (Jen. II a r t i g über das Thema „R e 1 i g i o 11 und A r b e i t e r s c Ii a f t". Anschließend freie Aussprache. Beginn pünktlich 20 Uhr. Oiste willkommen. Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Jugemlbund „Franz Itosenzweig" — Moses HeB-Gruppe. Dienstag 22. IX., 8.15 Uhr Vortrag siehe nachstehend. Mittwoch, H, IX., 8.45 Ohr, Heimabend. Arbeitsgemeinschaft Moses Heß. Unsere am Beginn ihrer Arbeit stehende sozialpolitische Arbeitsgemeinschaft, in der bisher Herr Mlynarczyk über den Angestellten, Dr. Fiedler über Berufsberatung sprach, und in deren Rahmen zuletzt eine Führung durch das Herufsberatungsnmt unter Leitung von Dr. Hermann den Teilnehmern die Einrichtungen der Eignungsprüfung praktisch vorführte, soll der jüdischen Jugend die Möglichkeit geben, sich mit den Fragen allgemeiner und jüdischer Sozialpolitik vertraut zu machen. Um uns einen Einblick in die soziale Arbeit einer jüdischen Gemeinde zu geben, ist Herr ,1. Fol mann so freundlich, Dienstag, den 22. September, 20,15 Uhr, Jüdisches Jugendheim, Uber diese Dinge zu sprechen. Eintritt nur für Mitglieder der Moses-IIeß-Gruppe und des Jüdischen Jugendbundes Franz Rosenzweig. Interessengemeinschaft jüdischer Erwerbsloser. Achtung. Erwerbslose) Am Dienstag, dem 22. IX., 16 Uhr, findet im Heim, Naundörfchen 12 ptr. links, eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: 1. Ziiwuhl zum Ausschuß, 2. Hilfsaktion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen eines jeden Erwerbslosen ist von größter Wichtigkeit. Der Ausschuß. Die Vereinigung ehem. Schüler der Höheren Israel. Schule Leipzig veranstaltet in den Räumen der Höheren Israel. Schule, Guatav-Adolph- Str. 7, am Dienstag, dem 22. September, um 20,30 Uhr einen m unikal i » e h e n Abend, zu dem wir alle ehemaligen Schüler. Freunde und Gönner der Schule herzl. einluden. Ein „Ehemaliger", Herr Em. Bochner, jetzt Lehrer an der Schule, hat das Referat des Abends übernommen. Der musikalische Teil des Abends wird von den Herren Jaffc, Fleischmann. Berlinski, Mansbach und Gonakj bestritten. Mitwirkung des Schnlchors. Wir bitten um recht zahlreichen Besuch dieses Werbenbends. Jüdischer Arbeiter - Turn- und Sportverein Leipzig. Der Hallenbetrieb ist wieder im vollen Umfang aufgenommen worden. Ks wird daher erwartet, daß sieh die Mitgliedschaft wieder wie Vörden SommeriCfcHqgsagfe^^ -HZÜSSwj I tcha&ene Seiecsüuideu^ verleben Sie im eigenen Heim, wenn es zu den Festtagen im Blumenschmuck erstrahlt. Erfreuen Sie auch zum Laubhüttenfeste Ihre Freunde und Bekannte wieder mit den weltbekannten und originellen Geschenkartikeln aus meinen unerschöpflichen Beständen an Kakteen, blühenden und Blattpflanzen. 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