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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-05-08 · 19 (8.5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
19 (8.5.1931)
Date
1931-05-08
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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S. Mni 1931 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQI0N8GEMEINDE ZU LEIPZIG Seile 8 Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionggemeinde in Leipsig rorthildiingsuntcrricht in jüdischer Religion »n iler Religleassehule I. Kür Schiller und Schülerinnen der höheren Lehranstalten werden nrthilduiigskurso in jüdischer Religionswissenschaft abgehalten, in lenen die hebräische Spruche, jüdische Geschichte und die jüdische Religionslehre sowie auch Probleme des modernen Judentums behanlelt werden. Der Unterricht wird von den liberalen Gemelnderabbilern erteilt. Oer Unterseichnete erteilt Auskünfte und nimmt Anneidungen entgegen in seiner Wohnung König-Johann-Straße 17. .'ernsprorh-Nr. 216 <>7. Leipiig, den 'JS. April.1081. Der Direktor: Rabbiner Dr. Goldmann. rsseheikalender. Die Gemeinde wird für das Jahr 5G92 wieder einen Taschenkalender herausgeben, der wie im Vorjahre ein Verzeichnis aller in unserer Stadt bestehenden jüdischen Vereine enthalten soll. Da erghrungsgemäfl viele Aenderungen vorkommen, erlolgl die Aufnahme >ii den neuen Kalender nur nach eigenen Angaben der Vereinigungen. Die Vereine werden deshalb gebeten, uns bis 22. Mai ds. .Is. mit- EUteilen, in welcher Form die Eintragung vorzunehmen ist. Leipsig, den 17. April 1981. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. I'riedhofsgärtnerei des neuen Friedhots. Die von der Gemeinde in eigener Verwaltung betriebene (üirtnerei unseres neuen Friedhofs übernimmt Sämtliche Aufträge auf Kcpflanzung, Instandsetzung und Pflege von Grabstellen. Es wird weiter darauf hingewiesen, daß die Friedhofsbesucher die Möglichkeit haben, ihren Bedarf an Topfpflanzen, Schnittblumen. Vajen und Schalen In der Friedhofsgärtnerei zu handelsüblichen Preisen zu decken. Fachmännische Heratungen und Berechnungen erfolgen kostenfrei. Leipzig, den 13. April 1981. Der Vorstand der israelitischen Heligionsgenieinde zu Leipzig. Ifcstnttungs- und Friedhnfsnrdiuing. In der Cieineindesitzung vom '2'X Februar 1981 ist die Bestattungs¬ und Friedhofsordnung beschlossen worden. Die Ordnung liegt in der Zeil vom 11. Mal bis mit 22. Mai 1931 werktäglich von 9—18 Uhr im Gemeindeamt, LAhrstr. 101, zur Eln- Ichtnahme aus. Leipzig, den 5. Mai 1981. Der Vorstand der israelitischen Heligionsgenieinde zu Leipzig. Aas dem Gemeindeamt Pcrsoncnstandsnachrirhten H a r m i z w a Dnnabend, den in. Mai 1931: Holl Pein, Sohn des Herrn Wilhelm Fein und Krau Herta Antonie gel». Schloß, Springerstr. 11. in der Gemeindesynagoge. Minbend, den IC. Mai HKU: Leo Heinz lieutluier. Sohn des Herrn Max Beuthner und Frau Johanna geb. Schlapp, Qrimmaischer Stein Weg 28, in der (ienieindesynagoge. T raun u g e n in Dienstag, den •">. Mai 1981, 5 Uhr: Fräulein Anna Wach, Frankfurter Str. 'J'J, mit Herrn Samuel Weinrauch, Flsterslr. ~>. Neue Bücher haloni Asch, Die Kinder Abraham«. Novellen aus Amerika. Berlin-Wien-Leipxig 1981 (Paul Zsolnay Verlag). Wieder genieBen wir die susgeaeichnete Ersählerkunst Bchaloin •hs. Bs ist sana köstlich, wie mit wenigen Btrichen, ohne überflüssiges i 'iwerk, packende Milieuschilderungen jüdische Menschen vor uns hüllten; indische Menschen mit Ihrer Kraft und mit Ihren Schwächen, ' in Können und ihrem Wullen, Ihrem Frieden und ihrem Streit, mit m Aeufleren ihres Schicksals und dem Innern der seelischen Reaktion. Ii raschen sind es, die der Hunger nach Leiten ans der Enge des Ghettos Uber di.s Meer getrieben hat, und die nun Ihre Wurseln in den neuen l ■ ibenaboden senken. Am packendstsn rielleichl ist dieses Buchen nach ,] r neuen Lebensform in der Novelle ..Her Ruf der Stadt" geseigt. Aus Jftce \3CeczenswiUtscfie\ loecden ecfMCt... durch einen Gewinn in der Sächsischen Landes-Lotterie Fast jedes zweite Los gewinnt! Ziehung 1. Klasse am 18., 19. und 20. Mai 1931 Lose Vu Vi 5.- 10.- 25.— 50.- Mk. empfiehlt die Staatslotterie-Einnahme feopotd TMUec Büro nur Petersstr. 11 Telef. 24558 (Fahrstuhl) der frühen Kindheit Inn Baruch-Motche die Behnsuchl durch sein Leben getragen, auf (•icener Bcholledem Boden d:is Bröl des Lebens absugewinnen. In unentwegten Ausharren und harter Arbeil ist ihm schließlich Erfolg seiner Müllen geworden; In seinem Sehne, der. in dieser Arbeil Ruf gewachsen, sehen an den Boden gefessell scheint, hofft er den Erbet seiner Par/m ersogen su haben. Aber er muH erfuhren, dafl die Verpflanzung in neue Lebensform nicht so leicht ist. Der Sohn rerläfll nach alten Gesets Vater und Mutter, um bei der Krau su leben, die noch nicht das Gefühl dafür gewonnen hat, was dein Menschen die eigene Scholle sein kann, was ihm das Pferd bedeutet, d:is er großgezogen hat, d;iv Brot, dessen Kern in der von ihm seihst beackerten Erde gediehen ist. l'nd wie in dieser, so erweist rieh Bchslon Asch In allen Novellen dieses Bändchens als ein gsnz feiner Beobachter des jüdischen Menschen, und es ist bewundernswert, wie er. oft mit einem ganz kurzen Satze, tiefe Wahrheiten über ihis Leben der Juden In eine Formol bringt. Mit ganser Freudigkeit begrüBen wir das Buch und wünschen zahlreichen Lesern die Kleielie Freude an ihm. G. ('. Leo Ha eck. («eist und Mut. Philo-Verlag Herlin. Preis broschiert M. 0.00. Her bedeutende Vortrag Ii;.....k« auf der JubllHunstagung ih r Geacll schalt für Freie Philosophie, Dsrnatadt, erschien neben seiner Vor üffentlichung in der Nr. r> des VI. Jahrgangs der Zeitachrift ..Her Mor gen" als Bonderheft im Philo-Verlsg Berlin. — A b gelöst von Alltäglich Zelten und dennoch?on stärkster Aktualität dringt der Verfasser in die brennenden Prägen der Zeit his zu einer erstaunlichen Tiefe vor. Das Probien ist gans unfsssend gestellt und läuft darauf hinaus, „die Polarität, die Spannung einerseits /um Schicksalhaften, zum Blute, zur Vergangenheit, anderseits zu dem nur Geltenden, Momentanen, n dorn nur Geleisteten, Erreichten" zu schildern. (!eisi wird bestimm) als die „Flhigkelt der Distsns", wird dem Blute, «las „Tataache unseres gogebenen Daaeina" ist. gegcnflbergestellt als aehflpferischea Prinzip, das die Kultur und die Gemeinschaft erst schafft. ..tieist ist Jugend . . . ist Ebenbild Gottes . . . die Qeistlosigkeit führt immer entweder unter den Hann der Vergangenheit und des Traumes oder In den Zwang de« Portschritts und der Hast." in langen kulturkritischen Auaeinandei setsungen, in scharfer Ablehnung der Leistung, die ..reine Gegenwart" meint, und der Industrialisierung, die eine „Entformung der Psyche" zur Folge hat, dringt Hacek zur Forderung der sittlichen Tat und einer wahren Frömmigkeit vor: ..»'.eist und Frömmigkeit sind oft nichts -m de res als: Zeit haben für sich und damit wahrhaft Gegenwart haben."

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