Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 18 (1.5.1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSQEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer'ls Ofensetzer-Arbeiten lührt fachmännisch und preiswert aus Otto Schönherr, Töpfermeister Humboldts«. 7 / Fernruf 27703 / Gustav-Adolf-Str. 5 Neu- und Umsetzen — Reparaturen Abschied von Fräulein I'ollak. Nach Ißjähriger Tätigkeil In der Verwaltung der [araelitiachen Religionsgcmeiude scheidet Fräulein .lohanna I'ollak aus dem Dienst, um Ihr Lebenaglttck In der Familie an der Seite ihres Gatten zu linden. Fräulein I'ollak kam von der Schule in die Verwaltung und hat fast ausschließlich in der Fürsorgeabteilung gearbeitet Durch ungewöhnlichen Fleiß und seltene Pflichttreue im Verein mit ausgezeichneter natürlicher Befähigung hat sie sich in dieses weitverzweigle Gebiet derart eingearbeitet, dal! sie die gesamte Wohlfahrtspflege der Gemeinde zuletzt selbständig ganz vorzüglich leiten konnte. Davon zeugen weile Kreise der Bevölkerung, bei der sie eine ungewöhnliche Beliebtheit geniel.lt. Durch ihren Eifer, den Armen zu dienen, durch ihren klugen Hat und ihre Geschicklichkeit, alle llilfsquellen ZU erschließen, nicht zuletzt aber durch die Freundlichkeit, mit der sie jedem Hilfsbedürftigen zur Seite stand, hat sie sich den Dank und die Anerkennung aller derjenigen erworben, die ihres Beistandes bedurften. So ist es denn kein Wunder, daß sie auch im Kreise der ehrenamtlich tätigen Helfer und Helferinnen in der Wohlfahrtspflege sich der größten Werlschätzung erfreut hat. Bei ihrem Wegzug von Leipzig nach der neuen Heimat begleiten Fräulein I'ollak die herzlichsten Wünsche der Gemeindeverwaltung und außerordentlich vieler Gemeindemitglieder für eine glückliche Zukunft. 25jährigcs (H»rhäftsjuhiläiim de« Kaufhauses Gebr. Held. Am '_'(). April durften die Grunder und Inhaber der Firma Gebr. Held auf 25 Jahre einer erfolgreichen Entwicklung ihres geschäftlichen Unternehmen! zurückblicken: clor festliche Tag wurde Anlaß zu besonderen Ehrungen für sie. Von einein kleinen Laden an der Ecke der Albertiner- und Gundorfer Straße ging der ungewöhnlich schnelle Aufstieg dieses heute hochangesehenen Kaufhauses aus. Besondere geschäftliche Grundsätze der Leiter der Firma bilden das offene Geheimnis ihre- Erfolges, Das Bestreben, durch Solidität der Waren und PreiswQrdigkeil einen festen Stamm bleibender Kundschaft dauernd an das Haus zu fesseln, ist von Anfang au in die Tal umgesetzt worden: ein gutgeschultcs. auf diesen treuen Kundenkreis eingestelltes Bedicnungs|M'rsnnal hält dauernd den Konnex zwischen der Finna und dem Käufer aufrecht und schafft dadurch beiderseitig enge Bindung, die naturgemäß in gleicher Weise der Kundschaft wie auch dem Unternehmen zugute kommt. Unter diesen Voraussetzungen ist der schnelle Aufstieg der Firma sehr begreiflii h, wie er in den w iederholten, bedeutsamen Erweiterungen der Verkaufsräumlichkeiten auch nach außen hin deutlich in Erscheinung getreten ist. Auch die Jubiläumsfeier zeugte von besonders herzlichen Beziehungen zwischen den Geschäftsinhabern, dem Personal und der Kundschaft. Wir nehmen gern an dieser Stelle Veranlassung, den rührigen, weitblickenden und tüchtigen Herren Albert und Moritz Held unsere aufrichtigen Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. Wir tun dies um so lieber, da die Herren stets tätigen Anteil an dem Gedeihet) unserer Gemeinde und insbesondere vieler in ihr bestehender gemeinnütziger Einrichtungen genommen haben und nehmen. Ihren Gemeinsinn haben sie auch gelegentlich der Feier wieder dadurch zum Ausdruck gebracht, daß sie der Gcmeindefürsorge zur Unterstützung bedürftiger Gemeindemitglieder jiki Gutscheine zu je 1,50 ILM. zur Verfugung gestellt haben. Möge es den Heuen Held vergönnt sein, mit gleichem Erfolge ihr Unternehmen weiterhin aufwärts zu fuhren, und ihnen im Kreise Ihrar Familie Freude und Glück beschieden sein, damit sie auch weiter hin den vom Schicksal weniger Begünstigten Ireue Helfer sein können, 75. Geburtstag und Amtsjiibiläum. Am Lag b'omer kann Herr Kantor Josef K o b e r, Leipzig König-Johann-Str. '1, die Vollendung seines 75. Lebensjahres festlich begehen. Der Tag fällt zusammen mit seinem öOjührigcn Amts jubiläum und wäre auch mit dem goldenen Ehejubiläum zusammen gefallen, wenn der Allmächtige dem Jubilar nicht die Gallin vor einigen Jahren genommen hätte. Herr Kantor Kober erfreut sich G. L. einer seltenen Rüstigkeit und versieht sein heiliges Amt Sahbai wie .lointow mit seltener Frische in der hiesigen Schaare-Zcdck Synagoge1. Dies ist um so mehr zu bewundern, als das Leben dem Jubilar übel genug mitgespielt hat. Die Kriegsfolgen rissen ihn auseinem 25jährigen Wirkungskreis in Grone a. Brahe, wo er die I.lcbi und Verehrung einer ganzen Gemeinde genoß, beraubten ihn allei wohlerworbenen Rechte aus langjähriger Tätigkeit und setzten ihn der schon an der Schwelle des Greisen alters stand, bitterer Not eu.< Auch hier in Leipzig hat sich der Jubilar die Hochachtung weitestei Kreise erworben und versteht es heute noch, vor dem Omed de Gotteshauses durch seinen tiefbeseelten Vortrag und die noch im Alter ungebrochene, klangvolle und wohltuende Stimme alle Audäcb Ilgen zu erbauen. Wir wünschen dem Jubilar von Herzen Gluck zu seinem Lebens- und Amtsjubiläum und hoffen, daß ihm Kral und Lebensfreude, die er sich auch durch schwere Schicksalsschlägi nicht verkümmern ließ, weiter erhalten bleiben: Ad meoh w'esrin Schonoh! Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionsgemeinde su Leipsig Tasrhenkalender. Die Gemeinde wird für das Jahr 5002 wieder einen Taschen kniender herausgeben, der wie im Vorjahre ein Verzeichnis aller 1 unserer Stadt bestehenden jüdischen Vereine enthalten soll. Da ei fahrungagemäfl viele Aenderungen vorkommen, erfolgt die Aufnahm in den neuen Kalender nur nach eigenen Angaben der Vereinigungei Die Vereine werden deshalb gebeten, uns bis 22. Mai ds. Js. mit zuteilen, in welcher Form die Eintragung vorzunehmen ist. Leipzig, den 17. April 1981. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Friedhofsgärtnerei des neuen Friedhofs. Die von der Gemeinde in eigener Verwaltung betriebene Gäi nerei unseres neuen Friedhofs übernimmt sämtliche Aufträge ai Rcpflanzung. Instandsetzung und Pflege von Grabstellen, Es wird weiter darauf hingewiesen, daß die Friedhofsbesuch' die Möglichkeit haben, ihren Bedarf an Topfpflanzen. Schnittblume Vasen und Schalen in der Friedhofsgärtnerei zu handelsüblich' Preisen zu decken. Fachmännische Beratungen und Berechnungen erfolgen koslenfn Leipzig, den \X April 1931. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aas dem Gemeindeamt Freizeit- und Wochenendlieim des jüdischen Frauenbundes. Das von Henriette May seinerzeit ins Leben gerufene Freiseil und Wochenendlieim für berufstätige Frauen und Mädchen in Wollet dorf mußte leider vor etwa zwei Jahren geschlossen werden. NUI mehr ist es den Ortsgruppen des Jüdischen Frauenbundes Wihneidorf. Grunewald und Dahlem gelungen, ein neues Heim in Fan. Gegründet 1868 Aug. Siebert Farnspr. S.-Nr. 717 86 Rauchwaren Versicherungen jeder Art Transport Vers. PromenadenstraQe 10 Vers.