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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-02-13 · 7 (13.2.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
7 (13.2.1931)
Date
1931-02-13
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seit« o GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer VeciängungssJCueen Vt'i s s c n s c Ii a f 11 i c Ii e 1 erprobte durch eigene sowie internationale Behandlungsmethoden zur Pllege des Gesichts und Körpers Beseitigung aller Schönheitsfehler unter Garantie des Erfolges. JÄTE AUGAT Physik. Institut für wissenschaftliche Kosmetik Leipzig C 1, Thomaskirchhof 21 Tel. 18437 Sprechzeit g — 6.30 L'h r / |S|lhftgC Praxis in Lelpslfl 10 Weint' in ()rit;iiialahzuir der Kimm Bernhard (Berlin) und Selterswasser eigener Fabrikation l>ei A. Weigler, nur Angerstr. im. c) Das Groflhandelslebensmittelgeschätl von J, Tempel, Lelpsig, Blücherstr. 11; im Einaelbandel sind dort Waren nicht erhältlich. Aus dem Gemeindeamt 1'erHonenstandsnarhrirhtcn T r;iuuii|< e n Sountag, l">. Februar, :> Uhr nachmittags, Fräulein Margot Härtel. HardenbergstraBe 'Job. mit Herrn Erich Schmitz, Thomasiusrtrafie!>. in der Gemeindesynagoge. Mittwoch, 18. Februar, l Uhr nachmittags, Fräulein Auguste Bachrach, Albertstrafie 25, mit Herrn .loset Lewinski, Berlin. Weinmeisterstrafie 4. in Leipzig, im Restaurant Qottlieb, Plauensehe Strafte :i •">. Todes fälle -'. Februar 1881 Abrain Aron Sehnitmann, Gohliser stralie 28. 2. Februar 1881 Berl Jacob Markus. Löbauer stralie 1a. 2. Februar Anna Fuhrmann, Rietschelstrafie 48.!. Februar 1881 Israel Preismann, Funkenburgstraße 15, Februar 1831 Nattali Zucker, Ptaffendorfer Straße 34. "1. Februar 1881 Emil Plaut. Funkenburgstraße 9. 7. Februar 1981 Martha Alexander, Mecklenburgstraße :ik. 7. l-fl.mar 1!»:!l Jentla Broniatowski, Gottschedstraße 22. 7. Februar 1981 Albert Hirschfeid, Karl-Tauchnita-Straße 8. 8. Februar 1081 Berl Rerek Mandel-Brand, Uferstraße tu. 9. Februar 1981 Bertha Markus. Lessingatraße J'!. Neue Bücher Ernst (iläs.-r. Frieden. Berlin 1880 (Verlag <iusta\ Kiepen heuer). l>er .Jahrgang 1902" ringt um da« Problem des Friedens, da* in den Novembertagen litis auftaucht. I»i«■ Aelteren kannten einmal den frieden und haben ihn in den 4M Jahren millionen fältiger Borgen erst IN DEN NÄCHSTEN TAGEN ERSCHEINT: ISRAEL STATISTISCHE BILDER VON OTTE WALLISCH MIT EINER EINLEITUNG VON DR. J. ZIMAN HERAUSGEGEBEN VOM HAUPTBÜRO DES KEREN KAJEMETH GEBUNDEN RM. 1.50. recht werten gelernt. So gibt Ihnen allein die Botschaft, daß der Km surückgegeben, die Gewißheit, daß die Not oln Ende Italien, «lie V< einsamung der Krauen aufhören wird, AnlaB su Jubelnder Qenugtuun Aher tlie Jugend, tlie den Beginn des Krieges nur mit dem kindlicltt Bewußtsein der (höchstens) Zwölfjährigen erlebt hat, fühlt das Bin der Friede, der da kommen wird, sollte ein anderer sein als der, >t dem Volkerbrande vorangegangen ist. sollte vor allem einen solch* Krieg für «lie Zukunft unmöglich machen und sollte den Menschen 1 Glück sicherstellen. Darum fordert sie mit denen (und besonders für iii denen auch in dem froheren Frieden ein LebensglUck versag) gebliel war. tlie Revolution: der neue Frieden muLl umwälsend aufräumen n tili dem bürgerlichen Ballast, der Schuld an dem Unheil der Vergangt hell trug. In drei Typen seigl Glaeser diese'Jugend. Die einen neb alles Heil In dem sielbewußten Kampf gegen das Alte: mit jugendli stürmischer Unaufhaltsamkeil wellen sie verboten, <lnU die Revoluti im Taumel der Friedensfreutie versande. Darum betreiben sie . kämpferische Auflehnung gegen tlie Gruppe, tlie tlie Errungenschaft der Revolution gefährdet, tlie das Volk „betrügen" will. Diesen „Spi taklaten" schließ! ein anderer Typ junger Menschen sich an. denen nicht innerer Krnst um solche Ziele ist. Sie halten persönliche Grünt tun sieh aus ihrem bisherigen bürgerlichen Milieu horaussulOson, od sie Wullen eine Belle spielen, Wullen Sich berauschen an einer Tat. 1 Ihnen den Weg zu einer neuen Zukunft zu bereiten scheint. Und neb ihnen der Dritte, der ehrlich von der Notwendigkeil des Neusugestaltt den durchdrungen ist. der alter wissen mOchte, wie dieses Neue ~. wird, ob tlie Revolution es wird gestalten kOnnen, wie er für sieh ti Bruch mit dem Alten vollziehen kann. Der Bpartakistenführer eriiei Der Abenteurer macht tlie Revolution zur Phrase, mit der er r als interessanter Mensch in ein Leben des Binnestaumels tragen liil.lt. I) Dritte, su muß wohl der Schluß verstunden werden, Andel wieder d Weg nach Hause: das ersehnte Menschenglück kommt nicht von hr auf morgen, genug, wenn der Friede tlie alte Ordnung sichert und Menschen die Entwicklung zum Glück ernsthaft betreiben. Glan stellt ein plastisches Hihi tlieser etwa swei Monate vor den Leser h Wir hatten es ja uft se nOtig, dal) auch Vorgänge, tlie erst ein Jahrseli hinter uns Uegen, uns wieder lebendig gemacht werden. Darum üi" lassen wir uns Kern diesem Zeichner, such WO wir nicht Kauz symi (hischen St rieben begegnen (wie etwa hei den erotischen Erlebnis* einiger der Helden), oder wo eine Ecke im Bilde uns nicht überseus kann (wie etwa bei dem völligen Unverständnis des Bechsehnjähric für tlie Bedeutung des Momentes, in dem der Vater und Gatte aus dt Kriege heimkehrt, für tlie tiefe Freude des Heimgekehrten au seim Weibe, seinem Hause und seiner Heimat). Denn dieses Dild Ist gansen treffsicher, temperamentvoll, nicht ohne echten Bchwung leichnct und enthält manchen anregenden Gedanken. vn R 11 tl 0 1 f Hallo (Dr. phil. in Kassel), (Jcschirhlc der Familie Hai 800 Jahre aus dein Leben einer deutschen llofjutlen- und Hai werkerfnmilie. akleninnUie; dargestellt, erläutert unil mit A bilduii^en verseilen. Kassel 1980 (l'rivattlruck). Das Burli bei dem Verfasser zum Preise von M. 6.— gu beziehen. Ktnliiir Hallo hat sieh durch kunstgeschichtliche Untersuchuni besonders auch solche, die sich mit Gegenständen jüdischer Km betätigung befaßten, einen wohlklingenden Namen gemacht. In i liegendem Buche erweist er sieh als ein gediegener Forscher auf Gebiete allgemein-jüdischer Geschichte. Denn dieses Buch ist weit ni< als eine famlliengeechlchtliche Abhandlung. Mit bewunderswertem 1 schick wird hier das Leben der ältesten Almen der Familie in sei Verflochtenheit mit den Schicksalen der Juden Ihrer Gemeinden auf wiesen, unil damit das scheinbar nur für den engen Kreis der Fan oder der Faralllenforschung Interessante wertvoll für jeden, der Inn»1 Anteil an der jüdischen Vergangenheit nimmt. Bilder aus dem jüdist' Leben in IVur. Glogau und Stendal anfangs des in. Jahrhunderts taut viti uns auf. Die Anfänge der heutigen Berliner Gemeinde, bekannt unter dem Großen Kurfürsten 1071 neu gegründet, erhalten vielfach ni Licht, '.'nier die füliremlen Persönlichkeiten ih r jungen Gemeinde Halle werden wir geleitet, ehe der nun seit 'Jini Jahren in Kassel lebei Stamm der Ilallus zum ersten Male dort auftaucht. Manches im esante Dokument spricht von jenen Männern und nicht selten tapferen Und tüchtigen Krauen, ihren Kämpfen, ihren Nöten wie ihrem Aufstieg. Kulturgeschichtliche Einblicke werden gewährt; vol kiintlliclie Tatsachen werden vermittelt, Einrichtungen des Gemeii lebens, Szenen aus Synagoge und Haus lernen wir keimen, kurz. 1 reiche Fülle stets wechselnder Bilder macht diese „Fsmlllengeschiel anstehend auch für einen Raii'. weiten Kreis jüdischer Leser. Sie (1 wie tlie Hallos lialil nachdem in Kurhessen den Juden tlie Zulas* zum Handwerk angestanden war, mit freudigem Berufsgefühl sieh Handwerk bewähren, wie es drei Generationen 1 »genährt und geel hikI zu Anaehen gebracht bat. l'mi Mri der Dsrstellung eine Rr wertvoller Bellagen an: urkundliche Materialien, Btammtafeln neben Familienbildern «Ii«- Abbildungen von Grabsteinen, Kultgeräten Wie der Kunze lufbau der Zusammenhänge für die Gediegenheit das Geschick sengt, Womit der Verfasser ans Werk gegangen Ist, •hinkt ihm tlie Forschung auch für mnirclie Entdeckung und man< Berichtigung hishoriger Kenntnis, über die zu sprechen hier nicht

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