Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 3 (16.1.1931)
- Date
- 1931-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite ii (iKMKIXDKBLATT DKK ISRAELITISCHEN RBLIOI0N8OEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer :t Geschäftsverleguni Meiner werten Kundschaft hierdurch lur gefl. Kenntnisnahme, dal) ich mit dem heutigen Tage meine Bstriebtrium» in mein eigenes FabriktgrundttUck nach Leipzig W 33, Angerstr. 18 / Tel. 42232 verlegt habe und bitte, das mir bisher entgegengebracht* Wohlwollen auch fernerhin iu bewahren. Versand echter Biere, Wein* und sämtl. Hellu. Mineralwässer Achten Sie auf neue Telefonnummer 423 32 Nach GeschüftsschluR und Sonntags Anruf 24960 Wenn die Idee aber zum Dogma erstarrt, verwanden sie rieh in einen Opferaltar, auf dem ihr zu Ehren Menschen geschlachtet werden." Der Koman i.Moehan" isi der letzte in der Roman tri logie „Vor der Sintflut". Er schließt mii der Schilderung des großen Chaos, das dem Umsturz (olgt Ereignisse von welterschütternder Bedeutung, meisterhaft geschildert, von hoher geistiger Warle betrachtet, werden dem Koman einen dauernden Platz in der Weltliteratur geben, E. C ., n. I" r ii 11 Kauf mann. Trari-Trara. UM) Bilder zum Nachzeichnen für die Kinderwelt. Leipzig 1980. Verlag Ludolf Beust. Der seil einer Reihe von Jahren in Leipaig lebende jüdische Künstler, besonders in seiner bsdlschen Heimat als Porträtisi and Historieninaler bekannt, hat sieh in den letzten Jahren mehr der Illustration angewandt und *ieh auf diesem Gebiete auch in Leipaig einen Namen gemacht. Besonders liegen ihm hier heilen' Stoffe. Kiese Art der Kunstbetätigung hat ihn nun <lazn angeregt, das vorliegende Malbuch zu schaffen, das ihm reichlich Gelegenheit zu humorvollen Einfällen gibt. In vier Gruppen; Aua der Märchenwelt, Kinderspiele, Kinderleben und das Kind und seine Tiere, hat er in buntem Wechsel eine ganze Fülle v,m Zeichnungen hingeworfen, die von den Kindern leicht nachgezeichnet oder auch mit Karben ausgemalt werden können. Mit Bedacht sind alle Zeichnungen nur in Btrichform, ohne Berücksichtigung der Perspektive gegeben. Aber fast ausnahmslos sind sie anstehend wegen des Witzes, der sie beherrscht. l>ie Kinder werden richerlich grolle Freude an dem Buche lind.'ii. und viele von ihnen gerne dem /.eieheiilebrineister folgen, der sie auf so amüsante Weise zu Zeichnern heranbilden mocnte. n. ..Klia» -i'liickt einen Traum". Fetttagsspiel in 7 Szenen für die jüdische Jugend von Davin Seh <"> n l> e r a r. Wring (üinler Kansenberg, Aachen. 1981. Gerade auf dem Gebiete der Pest tagsspie Ig für die jüdische Jugend ms cht si,b vielfach ein Mangel geltend, dem zu steuern von manch berufener Seite heute übernommen wird. Mit dem Festtagzspiel ..Elias schickt eiie n Traum" gibt der Verfasser, Rabbiner Dr. Davin Schönberger, einen begrüßenswerten Beitrag zur Jugendliteratur, l»as Spiel zeichne! suh aus durch die Einfachheil der gewühlten Bilder, durch se..... Anpassung an das Verständnis der Jugend, und durch seine Eignung für jeden unserer Pest tage. Mit leichten Mitteln wird es biet ermöglicht, zu festlichen Gelegenheiten den jflrtlrhnn Gedanken zu stärken und die r-settagsf reude zu vertiefen. Der Preis von M. 0.85 erleichtert die Erwerbung des Pesttagsspielei Wesentlich. Zur Ncuiiusguhc des Itodlcionu Kntnlngcs. Eine wissenschaftliche Großtat, die nun schon sieben Jahrsehnte überdauert hat, war der Im Jahre 1800 erschienene Katalog ,|er hebräischen Abteilung der Oxforder Dniversitätsbibliothek, ih r berühmten Bodleiana, den Morita Steinschneider, einer der gröUten Bibliographen aller Zeiten und Bprachen, verfallt hatte. Seit Jahren vergriffen, kommt ib-r „Cntslogus bebraeorum" Im AntiQuariat selten vor und dann auc h nur zu Preisen, ilie sogar für Bibliotheken fast unerschwinglich sind. Vor kurzem wurde ein Exemplar für simki M. verkauft. Ei ist daher von ssiten aller wissenschaftlich interessierten Judalsten und Orientalisten seinzu begrüßen, daß der Weit-Verlag sich entschlossen bat. eine unveränderte Ncuausguhe für einen vcrliällnismiiUig be scheidenen Preis herauszugeben. Die Bubskription wird, wie der Verlag bekanntgibt, am IL Januar geschlossen. Itestellungeii. sowohl auf das sv> rk als auch auf den aufschlußreichen Prospekt, nehmen alle Buchhandlungen entgegen, auch d<r Verlag selbst. (Adresse: Welt-Verlag. Berlin \\ •". Palaasstr 10 U). Monatsschrift lür Gesehlehte und Wliaeaachati des Jadentam« lieft 11/12. Das Desemberhefl der MQWJ. enthält an erster Btelle einen Aufsalz Michael Guttmanna Über Mendelssohn als Apologeten des Judentums, Guttmann berichtet zunächst über den 8. Band der neuen Mendelssohn-Ausgabe, der dank Rawidowlca' Forschungen auf den bekannten Briefwechsel zwischen Mendelssohn und Lavater vielfach neues Licht wirft. Der Referent beleuchtet aber die Besiehungen der beiden Männer nicht nur geschichtlich, sondern erörtert systematisch die eigen tümlichcn Iteilingungen der Auseinandersetzung des Judentums mit dem Christentum und seinen Missionsbestrebungen; er zeigt Insbesondere, ilall es den Vertretern des Christentums hei ihren Herausforderungen zu Disputationen nicht auf die objektive Herausstellung der Wahrheil ankam, sondern auf eine Unterstützung ihrer Missionsi estrebungen, und daU sie es vielfach nicht verschmäh! haben, das Uobergewlcht, das die günstige äußere Lage des Christentums ihnen gab, zur Behinderung der jüdischen Apologeten auszunutzen: er beweist insbesondere, wie stark auch Mendelssohn In seiner Antwort durch ,iie notwendige Rücksicht auf die äußere Lage des Judentums gehemmt war. Max Qrunwald bringt im gleichen lieft wichtige Beiträge zur Geschichte des jüdischen Handwerks, die jedenfalls zeigen, da II die Vorliebe der Juden für den Mandel Dicht so einseilig war. wie es vielfach hingestellt wird, daLl sich vielmehr die jüdischen Handwerker trotz dea Widerstandes der Zünfte vielfach durchzusetzen gewußt haben. Das stark vernachlässigte Feld der systematischen jüdischen Theologie des III. Jahrhunderts bearbeitet Hans Andorn in einer Darstellung der Offenbarungslehre bei Stein heim: indem er dessen Ansichten denjenigen anderer jüdischer und nicht jüdischer Theologen kritisch gegenüberstellt, liefert er zugleich für die Geschichte des Offenbarungsbegriffs einen wichtigen Beitrag. Eine Ar beit .1. Bergmanns über (lehcl und Zauberspruch weist auf die Eigenart mancher Jüdischer Gebete und deren Nachwirkungen im Citri itentum hin. Unter den zahlreichen Besprechungen ist die musika Ii sehe Rundschau dea Hamburger Oberkantors Korn itaer besonders beachtenswert. Maii abonniert die Monatsschrift, indem mau Mitglied der Gesell schaft zur Forderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 10, au diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon. Berlin TOM) oder au einen der Vertrauensmänner sendet, «ebbe in jedem Hefl der Monatasehrlfl aufge zählt sind. Wir gestatten uns, alle Verwandten, Freunde und Bekannten zur BARMIZWAH-FEIER im ta unseres Sohnes SIMON, welche am Kl 'C den 24. Januar 1931 um 9 Uhr in der Tiktiner Synagoge, Brühl 71 — Richard-Wagner-StraQe 3, II, stattfindet, hoflichst einzuladen. . Ä . _ Mendel Schwarz und Frau geb. Tempel Vereinsnachrichten Reudnitzer StraQe 9. Interessenuemeinsrhart jiid. Erwerbsloser. An die jüdische Oeffentlichkeit! Montag, den 14. Jan. Ml, veranstalte) der jüdische Erwerbs Insenausschufl im Saal der Höh. israelitischen Schule eine Offen! liehe Versammlung: „Die Weltwirtschaftskrise und ihre Ans Wirkung auf das Judentum". Die täglich zunehmende Erwerbslosigkeit, die in den Kreisen jüdischer Angestellter immer größere Panikstimmuni hervorruft, zumal dieselben dem antisemitischen Wirtschaftsboykott nicht gewachsen sind, macht: es zur Pflicht eines jeden, an diesem Abend alle Möglichkeiten zur Unterbringung jüdischer Erwerbsloser sufsuseichnen. Begi n u p ii n k l I i c h B U h r. Poalc-Xion Leipzig. Freitag, den 10. Januar, spricht im Koro ehovheim Che wer Dr. Werner Traub, Berlin, vom „Ort", über die JOdischen Wander- und Wirtschaftsfragen. Wir fordern alle Ohaweriin und Freunde zum Besuch dieses Abends auf. Dienstag, den 211. Januar. Versammlung mit Dr. Boloweel schik: GeZUndzheitspflege im Alltagsleben, mit Lichtbildern, liegst,• Beteiligung aller Parteifreunde au diesem Vortrag, der sehr interessant zu werden verspricht, ist notwendig, Donnerstag, den Januar. Kortselziiug des Kursus über die Geschichte derjüdiach e n Arbeiter ba we r u n g, Thema de s letzten Abends war Aron Liebermann und „HaBmeth", Nach der Kundgebung am B. Januar, in der M elech Neustadt für die i'oalc-Zioii sprach, war eine Ghawerimsusammenkunfl mit Neustadl im Heim. Ks ist uns diesmal gelungen, für den Kongreß*ablkampf eine gemeinsame KougreUlisle mit anderen zionistischen Sozialisten zu Dil den. Agitiert und werbt für den Kongreßwahlkampf! Die Wahlen zur Aasefath Hanlwcharim haben «•inen großen Wahlsieg der Vereinigten Jüdischen Arbeiterpartei in Palästina gebracht. National jüdische Arbeitsgemeinschaft Leipzig. Am Bonnabend, den IT. Januar 1981, lindct der 4. Öffentliche Ausspracheabend des Vortrags zyklua der natlonaljfldiachen Arbeitsgemeinschaft I. e i p z i r im ffeurichsaali Bchulstr. I, abends sc. i hr. statt. Redner ist Herr Dr. A. Hosenfeld. Merlin, über: „Warum Makkahi SportV" Anschließend Diskussion! Jüdischer Sportverein Itur-Koehbu „Tisehtennisiihteiluiiu". Tisch t e n n i s. Auf der abgehaltenen Generalversammlung wurde nächste hender Vorstand gewählt: Leu Itartfeid. I.Vorsitzender und Kassiere! M. Kaufmann. Schriftführer; Nathan QewOrts, Beisitzender; 0, Mund stuck. Beisitzende; O. Pohorylle, Zeugwart. Der genaue Trainingspian lautet bis auf weiteres: Sonntag von in i.". ihr Gruppe O (KnabenI Sonntag von l.'i l'll Uhr Gruppe I! (Jugend). Montag voii -ii '_'I I hr