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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-01-01 · 52 (26.12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
52 (26.12.1930)
Article
Dezember
Date
1930-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Bon Oer SeOloeniteuer unO Oer JieiMilfe Dürfen m\m «eraeinüeileuern nidit erüoöen toerOen QU (rtna«M Hiermit ben .Inhalt etaet BtunMAt«tuen* mt anacmetiicn RenntnW, om> (et täamat Mtaciutfae oK'iiuiitiu'uerliaitii an Mc tu tum ueretntaten WemetiuV.t aertriitet hat: I. Durdj Serorbnung beS StridjSbtäfibenten ä»r Behebung finanjieuet, roirtfdjajtlidjet uub jovialer Wotftänbc Dom l'<i, ^nni 1930 (dtetdodgefe^blatt I Seite 311 ff.) mürbe im .Gahmen bei ©eftimmungen iibet DedungSmafinabmen für V; SReidjSbauSbalt 1!•;{() neben beut;$ujdilaii ,utr (Sinfoiuntcn- [teuer bet Cebigen bie Srbebung einer Meidisbüie bon ben ißerfonen beS offeirtlidjen DienfteS für bie Seit bom 1. Septembet 1980 bis jutn 81. SWärj 1931 eingeführt. Rut ©nttidjtung ber fleidivbilfe finb audj bie (Seiftlidjen bet ötientiidi-reditiidien SReHgionSgefeQfdiaften, ferner beten SBeamte unb Xngeftelltc jomie bie ber Stiftungen beS öffeut< [idjen StedjtB ber&flidjjtet. Tcninadi finb andi bie Rabbiner [pmie bie SBeamten uitb SngefteQten ber ifraelitifdjen iigtonSgentein'ben uitb bet Slnftalten, bie Stiftungen beS öffentndjen Stents finb, jut Mfcidic4iilfe beitragSpflidjtig. Die ifraelitifdjen SReligionSgemetnben uub bie in »tage; fommenben Snftalten fint infolgebeffen gehalten, bort, mo I im Sinaelfalle bie SotauSfefeungen gegeben finb, neben ber I ^ioherigen ijobnfteiicr NeidiMiilfe unb £cbigenfteiter bei ber (SebaltSauSsablung eingubebalien unb an bie Orinanjämtet | iibiinübren. Die ÄngefteHten, bereu ffintommen ben betrag bon 2000 Tl. ialulidi (166,66 Wl.) nidit überfteigt, ferner hie SingefteOten, bie für ben 3faü ber ftroeitSIofigteit pfUdjtberfidjeri finb, baS beifit ,yir StrbeitBlofenberJidjetung beittagSbflidjtig finb, jino bon ber Dfeidisbiife befteit. 11. SRadj § ^0 bei? ,3 inaii.sa11c-fllid)-?acfc^cö Rnb bie MeligionSgcjelljdiaften bet öfjentlidieu {RedjteS beteajtigt, ^ufdilagc ju ben Üfeidisfteuern JU erbeben, bie an stelle ber bisherigen 8anbe8> ober ®emeinbefteuetn getteten finb. iVadt bem fadififdicn Wcjeh über baS Steuerrcdit ber öffent lidvrcditlidicn MeligiouSgcfelljriiaften bom 1. Csiili 1 i>i21 bütfen bie öffentlidvrcd)tlid)cn Weligionsgcjellfdiaften im Steiftaal Sadbfen att firdjiidie dtemetnbefteuet u u r Bufdjjläge s u i 9feid)8einfo m m c n ft euer bon ihren SRitgliebetn er« beben. i>fad) S 20 ber Setotbnung bei fteidjBptafibenten jur 5<cbebung finanzieller, toirtidiajtlidicr unb fokaler Wotftänbe bom 26. ömii 1^30 (ReidjSgefefeblati l Seite 811 ff.) gelten als SfeidjSfteuetn aber nidit bie Rufdjläge nadi § 10 bis IS ber angeführten Scrorbnuug bes ilfeidisprafibenten, alfo bie;>ufdilagc ,utr ifinroiiiutenfteuer für bie (Jinfoinmen bon mebr als sooü SR. unb bie ßufdjläge Mir Sinfommenfteuet ber Sebigen. ,?>icrnadi biiffen ans biejen Suf^Iägen firdilidie @emeinbefteuetn nidit erhaben roetben. Tie 9teidb9bilfe bet Sßetfonen bes? öjfcntlidien Tienfte* ({? 2 biB ü) ift in S 1 Ott auftetotbentlidbet „SBeittag" im 0egenfa| »u ben beiben anbe^ ren aii'öbriirflid) att 8infommenftcuer,uifdiläne be^eidmeten 5tcnern normiert. ^ietauS unb ou8 bem gesamten '.Hufbau biefer Mcidiobilfe ift \\i folgern, bah ibr bie reditliriie SBebeutung einet ffinfornmenfteuet nidit sufommt. 2ie fonn babet gleidb, falls nidit }u ftitdbenumlagen betangesogen metben. L. PI. Sanbe^Detbonb 6a$fen im 6.03. Die Serantoottung, bie eine fdiiuere Seit einer gtofsen Dtganifation aufetlegt, hatte -iit ber entföteben begtuf}enS< mcrtni 9teuetung geführt, ben elften Seil ber loflii n n. bie am <3 o n n t a g, b c tu 1 <>. 9tobembetin2)teSben ab« gehalten nuirbe, im enueiterten Stammen ftattfinben )U (äffen. (JS gilt, eine mSglid&ft breite ÖafiS für bie üufflatungS« unb iHbi'icbrarbeit *,u finben, unb )U biefem ^meefe luiabc einem h e f o n b e t B etngclabcnen M reife einflufiretdier. nidit mit?lbmebrarbeit bclafteter Jvrcunbe ein umfafJcnbeB öilb ber Sage gegeben, um an $anb beofelben ben für bie SBintetatbett aufgefteHten Sßlan in feinen taftiidicn @tunb3Ügen gemeinfam ui befbtedjen. Tie Seitung hatte ber Sotfi|enbe Stabbtnet ® o I b m a n n, al§ Vertreter ber Ben träte roobnte SQnbifuB Sit. Sletdjmann bei, ber attbalb bie (rntuiirflunfl fdiilbertc, fo Inte fte bon mafjgebenben 'iPoli Ufern beutteilt mirb; er töatnte gleufi ben meiften anbecit Stebnern bot übertriebenem, unfte ^ötigteH nur läbnienbem ißeffimiSmuS unb tonnte fogat bcrfidicrn, baf? bei nenüflcnber gelbltcbet Unterftfi^ung aueB bei ber Neutrale borbereitet mürbe, um baS SBiebetabflauen berburdi ffrubellofeAgitation uub lnirtfrfiaftlidic 3Wte aufiietriebenen ttationaliftifdien 23emegung in einem für ben beittfdien 5Polf«föriier unb bamit audi für unB beutfdje ^uben günftigen Sinuc -,u hecinflttffett. Betreffs einer Foftfbieügen SP r o paganb a u nm111e 1bar ti o r Sßa h 1 e n mürbe fleniäf; einer bon Tr. Wolbmann oetanftalteten Btunbftage in einer Gntfdiltcftuna. ein ftimmig \um KuSbrud gebtaä)t, bafj unb tneSbatt üdi foldie KuSgaben nidit lohnen, baf} tMcltncbr f Qftematif di e 51 u | flätungSatbeit \\v t f rfi e n ben Bahlen nottoenbig fei. SCteffenbe Söcifptele non ,Q Icinatbcit im ein iclncit gab ber hierüber referierettbe JHeditc-anlualt Tr. o 1 b b c r g, flauen, auf Wrunb ber Iftibität, bie er an ber einte bon Wetneinbe unb (5. V. auf bem bortiaen, ftarf qe fährbeten ."oben ui entfalten (^elcncnhcit hat. Qtnmal merben bort iämtlidie Sdiulflaifeu mit ihren Lehrern burdi bie neue Sbnagoge gefübrt unb in furjen SortrSgen mit iübifäxn Tinnen befanntnentadit; ferner hat bie bon ihm bringenb embfoblene SRitatbeit in niditjübifdien Vereinen bort bereite bie fchr meientlidie Antriit gejtitigt, baft |Ut CnthSfhtng bon Jlnmürfcn beul ^lauenet Stabtardiiimr ber StacteCil gelang, bafj fdjon 600 ^ahre %tben in flauen anfafftg finb, ein nunmebl miifenfdiaftltdi feftitehenbes (rrctebniö, baö natürlidi in Sßotttfigen uiiu. entipredienb auSgetttertet mirb. 93etteffS u e tt t r a l e r 1 b tu c h r a u B f di ii f f c mürbe bon bannt ae t'iofhten fehr fdilediten (irfahrunnen heriditet, unb jluar beöhalb, meil mir ^uben eine biel |U heterooene iD?affe feien, um pefdhfoffen att foldie nadi aufieu hin auftreten }U fönnen: infolgebeffen finb, tute SteAtSantiKut Salinget beriditete. gat nidit erft ^'erfudic bamit in Treiben unternommen >nor Ben. Äuf Wmnb feiner (irfabrunaen fnrocfi er fidi, ebenfo knie ber ftorfifymbe unb anbre ^{ebner, fdiarf banenen auS, bie W c tu e i u b e tt, mic bie« jefet bon beftimmtet Seite au geftrebt mirb, mit i'l b tu e h r a r b e 11 su belaften. Kudj bar über mürbe einftimmig, uub aoat jum erftenmal, eine t5 tt t fwliefjung ncfaW, bic lautet: „?lttf (Hrunb brinsioieQei (FttoSgungen unb praftifdier Grfahrttnnen lehnt ber SanbeS* berbattb im Jvrctftaat Sarfifen be?< 6. 85. ben (^ebanfen einet Ueberttahme ber?lhtnchrarheit burdi bie Semeinben uub SanbeSberbanbe ber ®emeinben platt ab. Sebet finb biefe als mittelbare StaatSbebdtben ihrer Struftur unb Ibteni iKufgabengebiete nadi in ber Sage, bottttfdje Ktbeit yu leiften, uodi mürbe hei bem Umfang ihrer fonftigen Jatiiifcit bie yibmehr )U ihrem JKedite fontnicn. Tie Turdifiilnitna eine» iohhen SotfäMaaeS mürbe fomohl eine faft bSDiae SSemtdjtung erfolfireidier?(bmehrarbeit bebeuten, als and) bie (Bemeinbe arbeit uub ihre reltrtiöfcn 3iele burdi bie ißolitifterung ernft lidt fdiäbirtcn." SDaB ((iemcinbcu unb QanbeSbetbanbe .^anb tu s"Sanb mit beut G. trot3bem auf ber SBadbt finb, tuenn eS gilt, allflenicin iübifdic ^elanrje befonberS reltflibfer Statut (teilen jeben BetfuÄ einer 93eetnttäa)tigung fdiüben, jelgte in ber fidi am 9>caa)mittag anfdblie^enben engeren uorftanbB fitung ber ^eridit ^teditsanmalt Salinflercüber ben Staub bes im Sädififdicn i?anbtan einnebraditen, borerft aber itotfl nidit jut ü'eratunn ftelienbett Sdiäditbcr botB; es fteht mi hoffen, es auf Wrunb tntenfiber Qtüblungnabme mit Partei führern, WirtfdiaftSininifteriitnt, Sdiladithofbireftoren ge< geoenenfaQfi unterbinben gu fönnen. üitt aus Gbcmnits botliegenbet \Hntrafl betr. Rugebörinfeit bon .$auptborftanbc< mitgliebern tut ^fetoifb 5lnenct) mürbe ,utr SBabrung bes inneren J\rieben5 auf ein halbes $fa(t SUrfloTgefteDt; ebenjo [ollen jiibijdie Bahlen tut Reit nadi l'iöalidifeit oerntiebeu bleiben, unb hieran ntiiuimirfen erflärt fid) ber CS. H. im $inblid auf eine ihm unterbreitete arteibemeannn in ber L* licmnttjer Oemeinoe stein bereit. Tie tt ä d) fte L'nni» e I betbanbSbetfa ut tu l u u fl tt'irb für Januar, brei SBodien bor ber berliner vauptber fammlung, befdiloffen, Ort ISbeinnib. Ten erften $unft ber Taauua, foll bie tt a t i o tt a l f o 4 i a l i ft i f di e Srobaganba tu ben Sdiulen bilben. Dr. R. B.

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