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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-12-12 · 50 (12.12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
50 (12.12.1930)
Date
1930-12-12
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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j, ic/.cmbcr lO.'tO (iliMKlNI)KllLATT l)KH ISRAKUTISCHEN HKL10IONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 7 ZIONISTISCHE VEREINIGUNG / LEIPZIG )onnerstag, den 18. Dezember 1930, abends 8', Uhr spricht im Kaufmännischen Vereinshaus, Schulstraße 5 um Miniiujpiiimi iiuv iiiuiuiiiiiii-uO" Uder vat*m**9H broße achekelpropaganda lerr Dr. Solouieitschm, Berlin » „Die Forderung des Augenblicks' •h die Teilung der Mölme, «Iii" mit einfachen Mitteln ein wechaelndei i ermöglicht Aufierordentlichen Brfolg hatte der dritte Akt, der; Bpielleiter Klaprotk in der Itnlle des torkelnden Gefängnisaufsehers ach Gelegenheil iu zahlreichen heiteren Einfällen bietet Verdienten rall fanden mich ilie anderen Hauptdarsteller. Hermann Wolder sehr gut daran, daß er sich etwa« weniger prätentiös als blawellen te; nis Biiaenatein wirkte er dadurch gewiO weit natürlicher und itte seine Fähigkeiten gesanglich wie Im Bpiel voll entfalten, Kelly i'k von den Wiener Meinhard! Ilühnen stand ihm (als Kosh linde) mit iutiger und vornehmer Darstellung ebenbürtig zur Seite, mag aber er einer Indisposition nicht zur vollen gesanglichen Wirkung gekomq sein. Qana prächtig war Glan Wiedmann nis Allele, so voller ensiust, grasiüser Beweglichkeil und auch stimmlich nur ganzer ae. Hanns Po lach er tais Kalke» gab seiner Rolle alle Bchwere- ■rzügo. Hirns Kockstroh gelang der Tenor Alfred gleichfalls In ler Hinsicht. Den Notar Blind gestaltete Roland Miller zu einer ungenen Type, Neben den anderen Mitwirkenden verdient .....h he lere Hervorhebung Carl Reul als Qefängnisdirektor, der im Zuimenspiel mit Khtproth wahre Lachsalven hervorrief. - Das Orchester sein Höstes, wenn es auch nicht Immer die ganae Schönheit der Musik vollen Geltung bringen kann. Q. 0. Mas Srhwhtelierk-Streirhiiuurtctt führte unter Mitwirkung des vorragenden Klarinetten-Vlrtuoaen Schreinicke die Klarinetten ntette h-moll von Brahma und A-Dur von Mozart gani voraOgllch f, zum Bntsücken einer grollen Hörerschar, die besonders Uber das 1 liehe und Inn.....volle Moaartache Werk Vor Freude aus dem Mäuschen riet Ebenso gelungen war die Wiedersähe lies schwungvollen A-Dur lartetta von Schumann, das, von einigen leichten Intonationsschwangen heim Primarius abgesehen, in seiner ganaen Frische und Klang- I Snhelt erstand. Oherkantnr llersrhniann. Zwei Worte sind voraussuschlcken: Binll, da LS auch der Abend Herachmanna uns von unserer mehrfach Beerten Ansicht, „Chasonus" gehöre nicht aufs Konsertpodium, nicht hekehreii können, seihst dann nicht, wenn er, wie in diesem Falle. ihltuend einfachen und angenehmen Gesang bietet Dia Klavlerbei tnng tum die sich Herr (ionski mit Aufopferung und feinsinnigem lgehen bemühte) ist geschmacklos und schlägt jede Illusion tot. Zum i eren sei einmal mit allem Nachdruck darauf bin gewiesen, da LS eine I iaine, wie sie zu diesem Konzert aufgesogen wurde, einfach ekelerregend ist. Kin unappetitlicher Proapekt von einer Albernheit 'ler Sprache, die sich das entlebendste Morl' von einer Wauderschniiere verbitten würde, wird auf das Jüdische Publikum einer deutsc hen Großstadt losgelassen, dafi man versucht ist, die Angelegenheit des Varietereferenten als dem Zuständigeren zu Uberlassen, Wir glauben gern, dafi der Konaertgeber diesem aufdringlichen Getue fernsteht; <■,• könnte aber nur profitieren, wenn er seinen [mpresarii etwas Mäßigung und Geschmack beibringen würde. Denn, um auf das Konzen selhsi zu kommen, es ist kein Wunder, wenn das l'uhlikum, das gläuhig den .jüdischen Caruso" zu hören kam, enttäuscht wurde. Was wir hörten, war gans guter Durchschnitt mehr nicht. Mas gilt für die Stimme, einen angenehmen kräftigen, durchaus nicht umfangreichen Tenor, der schon heim wgepreOt wirkt: und das gilt auch vom Vortrag, der wohl beseelt und verständig ist. aber mitreisender dramatischer Momente ehenso entbehrt w ie einer hei jüdischen Liedern schwer zu missenden Tiefe und Innigkeit Bleibt nur festzustellen, dafi der Konaertgeber sich als sympathischer, von Btarallüren freier Künstler erwies, der seinen Hörern, wenn auch nicht die erwartete Sensation, so doch ein gutes Programm in ansprechender Darbietung hrnchte. Mr. S. B. Zinnistisehe Vereinigung Leinaig, /.um Auftreten von M i t j a Nik 18Ch Ii e i m Winterfest dar Z i o n i s t i s c h e n Vereinigung : Mas Tempo vom 24. Oktober UM schreibt: Mitja Nikiseh, Brl.....Ines großen Namens, braucht seine Tätigkeil nicht Kompromiß zu nennen. Sie ist reine Kunst. ..Mas Organ" vom "Je. November schreibt: Berlin hat seit einigen Wochen seine musikalische und Sensation! Des unvergeßlichen Prof, Arthur Nikisch debütiert mit seinem Orchester. — Mie Londoner „Morschrieb: Würdig des großen Namens, den er trägt 'JH. Oktober schlich: Wenn Mitja Nikisch es so leicht ge gesellschaftlich! Sohn. Mitja. nIng Pos t" „B. Z. vom habt hat. ein Favorit der Tanzenden zu Werden, so geht das mit rachti Niehl nur der Klang des grollen Namens, den er trägt. der seiner Kapelle, 18 auaerprobter Solisten, bringt „K l c g a n t e w e 11" vom November MBO: Die meisterliche Disziplin dieser Kapelle his in die Fußspitzen hinein zu spüren, ist erlesenster Qenufi. Dingen zu. sondern mehr noch ihm so lebhaften Brfolg, 1 lern iiHgegel.cn vom Vorstand der Israelitischen Kohgionsgemeinde IU Leipzig Verantwortlich für die Schriftleitimg: Gemeindershbiuer Cohn. sggjftm -rr»:*»tt —♦'«■~-- _• fj?-2W.-»*- S»K ^»»** ^^^ä^ ►Sm -«*'»»ii -^tK33^ ^11 Attii Tage heller Freude können Sie verbringen, wenn Sie die Chanukalichter mit dem reizenden Schmuck frischen Grüns umrahmen oder zwischen farbenprächtigen Blumen aufleuchten lassen. Anerkennung, Bewunderung und Dank zollen Ihnen Verwandte, Freunde und Bekannte für eine kleine Überraschung in Form von Hanisch's weltbekannten und künstlerischen Geschenkspezialitäten, die Ihnen in meinen Geschäften vom einfachen Strauß bis zum dekorativsten Tafelschmuck unverbindlich vorgelegt werden. Als etwas Außergewöhnliches auf dem Gebiete der Gärtnerkunst biete ich: PhanilkalPMPhtpr mit Davidstern, aus Tannenreis u. -zapfen gearbeitet, einzigartiges Originalerzeugnis meines UliaillirXclIGUlsll ICI Betriebes. 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