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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-11-28 · 48 (28.11.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
48 (28.11.1930)
Date
1930-11-28
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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GEMEINDEBLATT DKR ISRAELITISCHEN RELIOIONSQBMEINOE ZU LEIPZIG Nummer 4* Statt Karten! Leipzig O 27 Naunhofer Str 33 Die wegen Krankheit meines Sohnes Walter aufgeschobene BARMI ZWA -FEIER findet Sonnabend, den 29. November 1930, vormittags 9 Uhr, in der Genieindesynagoge. Gottschedstraße, statt. MAX BERGMANN!, im November 1930 Empfang 12-14 Uhr. r BENNO KRISCHEH VERA KRISCHER GEB. NEUMANN V V. H M Ä II IiTK IM von BMBRH laan »i Ul i (.11-i n\—.1 i Gefunden. \m unserem Friedhof an der Delitzscher Landstraße isi nni i'.' November 1930 «*i11.- Ueldbörse uns schwarzem Leder mit Inhalt gefunden worden, die wir an das Poliieiamt (Fundbüro) abgeliefert haben. Leipzig, den 24. November 1980. Der \ orstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt IVrsoncnstanilsnarhrirhten i '• 6 i> u r t c n : 10, November 1930 Heer Abramowicz uiui Helene Koaa geb. Silberstein. Breslau, Wallstraße JH. * - i ti* - Tochter „Ester Ruth". Ii a r in i / » ii : ' November 1930 Walter Bergmann, Sohn des Herrn Max Bergmann und der verstorbenen Frau Johanna geb. stein. Naunhofer Straße 33, in der Gemeindesynagoge. Dezember 1930 Roll David, Sohn des Herrn Hermann David und l'nm Martha geb. Krüger, Klarastraß« 2, in der Gemeinde synagoue. T r a ii u ii g e n : Sonntag, 30. November 1930, '.'J l'lir mittags: Frlulein Gerda Baruch- Freimann, Leipzig, Springerstraße '27. mit Herrn Georg Markus, Leipzig, in der Wohnung Springerstraße 27. Sonntag, 30. November 1930, IH Uhr mittags: Fräulein Ruby Braude. Leipzig, Springerstraße ü'. mit Herrn Referendar Jakob Braude im Hotel Kaiserhof. 22. Nnv 23. Nov Tod esfille: >inber 1980 Peszj Berkowits, Jonasstraße ■mber 1930 Ida Kurth, Peterssteinweu I. Neue Bücher Her Lippmann, Die sittliche Lebensform des modernen Menschen. Au- 'lern amerikanischen Qbersetxt von Prof. Dr. Paul Sakmann. Stuttgart, Berlin und Leipzig 1980 (Deutsche Verlags- Anstalt). Iii.....■ weltanschauliche Werk verdien) unsere licuchtuuK uns mehr - einen Grunds. Eunlchst ab ein smeriksnlsches. Den meisten Büro päern Ist Amerika ...las Land der Dollarjagd und der zivilisatorischen Lcistungstflchtigkeit, 'las Land der Morgan und de* Bdison, der Taylor Kord". Hier leinen wir dieses Land kennen als einen Boden, Huf den auch ein Kampf um die Kultur geklmpft wird, mit tief in die Wirklichkeil eindringenden Blick geklnpft wird, uml mit einer offen lieit, die den Mut hat, vor keiner Erkenntnis snrflcksnachrecken, und die gerade dadurch am ehesten flennungen zu Überwinden, der Weg für das Neue fwizunachen vermag. Nicht minder darf das Itu. h wegen meines Verfassers Interesse beanspruchen. Eine ungewöhnlich erfolgreiche Laufbahn läßt erkennen, dall es sieh um einen Manschen handelt, der etwas zu mgen weiß: ttjlhrig ist er Adjunkt eines sban von sosislistischer Mehrheit zum Bürgermeister der Stadt Hthinittidr (New Y'.rk. gewlhlten presbyterianischen Geistlichen; ist dann als Partsinann und lournslist politisch tätiu. tritt als solcher in nahe Besiehungen zu II—evelt, tu Wilson, in dessen Btafa er in der VersaiUsr Zeit tätiis Ist, llieh zu AI Smith dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten: Uns -i er Herausgeher der New York World. IM krönt er seine schon recht ansehnliche schriftstellerische Produktion mit dem hier vorliegenden Hauptwerk. Mit ungemein fesselnder Darstellung leuchtet Lippmann in die seelischen Konflikte des modernen Manschen hinein, deckt auf der einen Seite unbarmberslg die UnssSgtkJdmit des Festlialtena an aitflberkommenen religiösen Anschauungen auf. die viele heutige Menschen zutiefst empfinden, und zeigt, wie auf der anderen Seite unsuslöschlich dareligiöse Bedürfen sieh nach neuem Inhalt und vor allen nach neuer Form sehnt. Er könnt zu einer Unterscheide wischen der Volksrcligion, für die ein übernatürliches Reich Gottes eil objektive Tatsache ist. und einer Menschlichkeitsethik, die aul d menschlichen Seelenkunde und einer Auslegung des menschlichen i lebens beruht. Kr stellt sieh auf diesen Menschlichkeitsstandpunkl ui sucht viiu ihm aus Antwort auf die Krage nach den Bedürfnissen, il mivor von der Volksreljglon geschaf Untersuchungen führen ihn zu einer rellgion, die er einmal deflniert als . inneren lieben des Menschen, soweit i'ii und befriedigt wurden. Die „höheren Religion", einer Holste lie Kunst und Wissenschaft \. es vom Menschen seihst ahhäw uml von dein, was dauernd isi in der Natur der Dinge". Von dies« Gedanken aus weist er Richtlinien auf für das Geschtlftslebon, 'i Regierung, die Liebe in der großen Gesellschsff und findet dabei Gi legenheit, auf alle religiös-sittlichen Probleme des modernen Lebei einzugehen. Das ungewöhnUch gedankenreiche Buch zeigt, wenn i auch von einem die Annuität der alten Religionen verlassenden (Ji sichtspunkl ausgeht, auch eine Fülle von Berührungspunkten mit de Problemen des heutigen .luden und wird jeden nachdenklichen Mei sehen, auch wenn er vieles. j;i seihst wenn er das meiste ablehnt, de Wen zur Klärung freimachen. O. l\ Vereinsnachrichten Jüdischer Jimciidhtiiid ..Kran/. Kosen/weil!" Leipzig (im Verhau r jüdischen Jugendvereine Deutschlands, Unsere Wintorsrbeit heBnd< sich in steter aufsteigender Linie. Diese Worin f ä 111 d i e F re 11ag a Ii e n d f e I o r a u s, dii nächste findet in der koninenden Woche, an* am .">. Desember, statt. Die durchgeführte Arbeit) gemeinschaft über „Kampf gegen den Nation« Sozialismus", hat ihren Höhepunkt erreicht. Näd ste Zussmmenkunft am Dienstag, «lein Dezeii her. Ferner ist es uns gelungen, den Versitz, den des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten Herrn Dr. Alfred Jacoby, zu einem Referat Ii unseren Reihen am kommenden Mittwoch, den 3. Desember. zu gewinnen. Thema: „Die polif Ischo Laue de .1 il d e Ii in D e Ii I I c h I a u d seit d e in W D 11k r I e g >•■" I Jiisle >in sehr willkommen. Alle Veranstaltungen beginnen pünktlich SOJM) t'hr In Hans Sachs Maus. BcbloBgSSSe 10, Wir weisen ferner darauf hin. daß die große öffentliche Kumi gebung uns. r. s Hundes mit dem Referat des Vorsitzenden des säcl tischen Landesverbandes der jüdischen Jugendvereine, des Herrn Ms> S i h w e i s h e i dj er ii ihemnits), über das Thema ,..\ k i I v I e r u ii d e r j ii d i s c Ii e n .1 u k e n d. e ine B x i s t e n i f r s c e <l e r -I u den in Deutschland" am Donnerstag, dem 11. Desember, statt findet. Wir richten die Aufforderung an die gesamten Mitglieder der jüdi sehen Gemeinde zu Leipsig, an diesem Abend zahlreich zu erschein.'' damit sie die Darlegungen Uber dieses brennendste aller Probleme au berufenem Munde vernehmen können. An das Referat schließt sieh ein< freie Aussprache an, wo jedem Teilnehmer Gelegenheit gegeben ist durch Winke uml Ratschläge unsere Arbeil zu fördern. Besondere Kn ladungen ergehen nicht. In der nächsten Nummer dieser Zeitung werde wir nochmals auf die Veranstaltung hinweisen. Jung-JUdischer-fluh. Anschrift: James Bsssower, Leipsi« Uferstraße. Heim: Haus Wetiin. Csrolinenstrsße. Unser letzt' Debsting-Abend erwies wieder einmal, wie schön und wertvol diese Art der Aussprache ist. Wir veranstalten daher am S ci Ii u a h e n .lein 2B. XL, zujn Uhr. wieder einen „Debating-Club". Thema: „De Krieg als Schöpfer der Dinge", Wir würden uns freuet Häste, die durch Mitglieder eingeführt sind, begrüßen zu können. Außci dem teilen »ir hierdurch unseren Mitgliedern nochmals mit. daii an < dem Dienstag der Burschenkreis des K..I.V. stattfindet, an dem di .1.1.1' teilnimmt. Jiidisrhe Arlieiter-Juuend. Sonnabend, den 'Jtl. XI. füllt uns Helmsbend aus. da die Mitgliederversammlung des Jüdischen-Arbeitt Turn und Bportbundes im VofkShsus pünktlich SO t'hr stattfindet. Ds Erscheinen unserer Genossen ist Pflicht. BiOX-ULTRA-ZAHNPASTA Ist '//<• riihtlqr. si> mitritt dl* 7Mhtie htrii'lrtnl ir<'i/s und bt sritnjt Mtmttuerutit. spritzt »Wi tst horliknttcetttrlert. tttiher s/»a' $<tmer. Max Elb. A.-ii.. Drmdti

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