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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-09-19 · 38 (19.9.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
38 (19.9.1930)
Date
1930-09-19
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 8 QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer | Höchste Zeit ist's jetzt "1 I zum Einkauf bei |! Buchhandlung M. W. Kaufmann {! Brühl 8 J M&dchenkonirmatlon. Die Vorbereitungskurse für die M ii il c Ii e ii konf ir in;i t i n n heginnen im Oktober. Vorbereitung und Konfirmation sind unentgeltlich. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Mädchen, die am 1. April 1930 da> 15. Lebensjahr vollendet haben werden, jüngere nur. wenn sie die Schule verlassen, um ins Leben tu treten. Schriftliche oder mündliche Anmeldung bei Gemeinderabbiner Dr. Goldmann, Königilohann-Strafie \~. (Sprechstunde Sonntag, Mittwoch und Freitag 9ü bis 11 Uhr, Fernsprecher 216 67.) Leipzig, den 0. September 1!>'!0. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde tu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Cemeindenmt Löhrstraße 10. Da* Gemeindeamt ist für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9 Iiis Iii Uhr geöffnet Sonnabends und Sonntags werden nur dringliche Meldungen von 11 bis vi Uhr entgegengenommen. Sprechzeit des Verwaltungsdirektors nur werktäglich von D bis 11 Uhr. FeniBprech-Nr. des Gemeindeamtes: 28602. Fernsprech-Nr. des FQrsorgeamtes: 218 82. Postscheck-Nr. der Gemeinde: Leipzig 50588. Persenenstudsnackriehtea Geburten i 10 August 1930 Ansei Gierszt und Kachel geb. Tempel, Danziger str. 21,1. eine Tochter nSura". 20. August 1930 Hersch GrQnbaum und Miriam geb. Leuchter, Ranstfldter Steinweg 19, einen Sohn ..Oswald". 24.August 1930 liesekiel Kreisimann und Fromroa Lea geb. Daugilaitzki, Keilstrafie 4. eine Tochter ..Miriam Siwa". DO.August 1980 Abusch Meisler und Chaje geb. Meisler, Sedanstr. 5, einen Sohn. 1.September 1930 Anselm Heilpern und Agathe geb. Mautner. Primavesistr. 9, einen Sohn „Felix Walther". Ii a r m I Z W a : Sonnabend, 27. September, Max Rutkowsky, Sohn <les verstorbenen Herrn Elieser Rutkowsky und Frau Rebekka geb. Koplekowsky MittelstraBe ls.1,. in der Gemeindesynagoge. T r a ii u ii g e n; Dienstag. 9. September, Fräulein Erna Schidlow, Halllsche Str. 19, mit Herrn Jakob Brand aus Hannover. Todesfälle : 80. August tü.'.ii Max Stempel, Auenstrafie 16, 8.September 1080 Selig Meyer, Nordplati l. B. September 1980 Krau Louise Preezep, Gottsefaedstr. 1. r. Brillanten * Go1du. Silberwaren * Uhren Tafelbestecke Trauringe in cftil Silhrr n. Wl.-r Auflagt in a|l,.n OoMqualilätrn B l o B N B l ABRIKATION j S. ERLBAUM r&> CO. * JUWELIERE j ( Reichsstraße 18/20 GeRrünclet 1911 \ j Bequeme TEILZAHLUNG uhne Preiserhöhung qrtiaHet | Meiner werten Kundschaft, allen Freunden, Bekannten und Verwandten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel Adolf Weigler und Frau Mineralwasser- und Likörfabrik Meiner werten Kundschaft, allen Freunden, Bekannten und Verwandten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre J. Bartfeld, Leipzig, Yorkstr. 9 Meiner werten Kundschaft die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel FRIEDRICH HITZ WELT-THEATER-LICHTSPIELE Barfußgasse 12 Allen Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel Meier Strauß u. Familie Frankfurt Main, Julius-Heyman-Str. 7 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten entbieten die besten Wünsche zum Jahreswechsel na 10 na'nm nrna J.ROTHSTEIN u. FRAU Thümmelstrafle 12 Unseren lieben Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Jahre naiü nzrnm nrna Max Burg u. Frau, Nordplatz 1 Neue Bücher EdnaFerber. „Das ist Fanny." Roman. Hamburg 1930], (Verla Gebrüder Enoch.) Atitorisiertc Obersetzung aus dem Amerika Mischen von A. Wiesncr-Gineyner. „Das ist Fanny" ist ein amerikanischer Romani durch eine voraus liehe Ubersetzung ins Deutsche übertragen. I>cr rcklamehaft wirkend Titel führt Irre und IHBt in dem Roman weniger ernsthafte Werte vei muten, als er in der Tat besitzt Der englische Titel »Fanny herself trifft viel mehr den Kern des Inhalts, in Fanny Brandeis und Ihrer Muttei Molly Brandeis sind Frauen charakterisiert, die aus eigener Kraft ihi Leben zum Brfolg rühren. Bs sind prachtvolle Frauentypen, beherzt tat krUftig, tOchtlg, energisch, lebensklug und dabei erfüllt von viel rraulichci Wärme. Aufopferungsfähigkeit und BinfQhlungskraft. Und gerade diesei letzteren, spezilisch weiblichen Bigehschafl verdanken sie Ihren geschürt liehen Erfolg. Aus ihrer BinfQhlungskraft heraus verstehen sie die Kunst der Mcnschcnbehandlung, erwächst ihnen ihr kluges Verständnis, such für die wirtschaftlichen Bedürfnisse ihrer Umwelt. Die „Psychologie der Kundschaft", heute Lehrgegenstand für kaufmännische Ausbildung, Ist diesen Krauen angeborene Fähigkeit. Die Handlung des Romans spielt im Amerika der Vorkriegszeit, also IG Jahre zurflek. Alter vielleicht Ist Amerika von gestern Burops von beute. Auf Jeden Kall sind alle Pro Ideine und Schilderungen des Romans von höchster Aktualität. Molly und Fanny Brandeis sind Jüdinnen; sber ihre Beziehung zun Judentum ist eine tone, beschränkt sich Im wesentlichen auf die Inne haltung des Jaum kippur und. wenn es die Stimmung ergibt, auf ge legentliche Qottcsdienstbcsuche. l ud doch erweist sieh an «len Krauen di< charakterbildende Kraft jüdischen Brauchtums, denn mit derselben Btandhaftigkeit, mit der Fanny Brande!s In ihren Kinderjahrcn den Fast tag durchhielt, allen Verlockungen sunt Trotz, hllt sie auch im splterci Leben allen Versuchungen stand. Nur einmal verleugnet sie sieh selbst, als sie Kau/, zu Beginn ihrer Laufbahn, getrieben durch den aUhen Wil len. Keine Hindernisse gelten so lassen, auf die Kraue „Sml Bie Jüdin?' mit ..Nein" antwortet. Aber Ihr jüdisches BolidarittttsbewtiBtscin bricht sieh elementar wieder Bahn. Niemand ergreift sie in dem langen Sufra gettensug so stark, w'e die kleine russische Jüdin, auf deren Gesicht „dii Tragödie eines ganzen Volkes" Ii.«!. Niemand vermag sie mit ihren Keichentalent so lehenswahr wiederzugeben, wie Angehörige Ihrer jüdi selten Gemeinschaft. Ds schwingt neben allem menschlichen Mitgcfüli noch die Besonderheit des Zusammengehörigkeitsgefühls mit. Ähnlich ent wickelt sich ihr Bruder, der begabte Geiger Tl......Inr Brandeis. Kr lebt ii Mischehe, und trotzdem liegt seine ganze künstlerische Starke in dei Wiedergabe jüdischer Melodien. So siml die Typen des Buches nicht nu moderne Menschen, sondern spezielle Abbildungen der jungen modcrnei Juden, die ihr Judentum so oft als Nebensächlichkeit ihres Lehens trachten möchten und doch unbewußt lief innerlich mit ihm verwurze

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