Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 36 (5.9.1930)
- Date
- 1930-09-05
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4876568-5968776-5969187--3394-4877804- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Wählt am 14. September die Sie tritt für die volle Gleichberechtigung aller Staatsbürger ein ohne Unterschied von Klasse, Beruf und Religion! Als neues Parteigebilde ist die Deutsche Staatspartei im gegenwärtigen Reichstagswahlkampf hervorgetreten. Den Grundstock der neuen Partei bilden die Deutsche Demokratische Partei, die Volksnationale Reichsvereinigung und verwandte Gruppen. Es ist die Befürchtung laut geworden, daß die Deutsche Demokratische Partei durch den Uebertritt zur Deutschen Staatspartei ihre alten Grundsätze aufgegeben habe und daß das alte wertvolle demokratische Gedankengut gefährdet sei. Namentlich von den Gegnern der Deutsrhen Staatspartei wird geflissentlich die Behauptung aufgestellt, daß die Deutsche Staatspartei sich gegen das Judentum stelle. Zur Begründung wird auf Artur Mahraun verwiesen, der mit seiner Volksnationalen Reichsvereinigung zur Deutschen Staatspartei gestoßen ist. Nun ist es richtig, daß der Jungdeutsche Orden, aus dem die Volksnationale Reichsvereinigung hervorgegangen ist, nur Deutschstämmige als Mitglieder aufnimmt. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit Antisemitismus. Artur Mahraun selber hat dem Antisemitismus eine glatte Absage erteilt. Am 6. August 1930 schrieb er im „Jungdeut- Liste 6 sehen": „Unbeschadet unserer völkischen Gesinnung bekämpfen wir schon aus Gründen unserer nationalen Einheit und Befriedung des deutschen Volkes den demagogischen Antisemitismus unserer Zeit." Er hob ferner hervor, daß er „den jüdischen Staatsbürgern die volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung" zuerkenne. Bei der Begründung der Deutschen Staatspartei haben die Demokraten zum Ausdruck gebracht, daß sie nach wie vor an der vollen Gleichberechtigung aller Staatsbürger festhalten. Jeder Zweifel wird widerlegt durch die Tatsache, daß die Deutsche Staatspartei Juden an führender Stelle als Reichstagskandidaten aufgestellt hat.. In Berlin kandidiert an 3. Stelle Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil — in Wahrheit an 2. Stelle, da der Spitzenkandidat Reichsfinanzminister Dietrich im Wahlkreis Ba'len gewählt werden und auch dort annehmen wird. Ferner ist in Hamburg der Spitzenkandidat der bekannte Volkswirt Dr. Gustav Stolper aufgestellt. Also schon der Aufmarsch zum Reichstagswahlkampf muß alle Bedenken und böswillige Behauptungen zunichte machen. SCHAUSPIELHAUS lel. »—»T_Tel »im Tttglich 20 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich NEUES OPCREffCN-fHCAfCR Sonntag, den 7. September, 20 Uhr; ab Dienstag, den 9. September, täglich ao Uhr: Das Land des Lüdielns Montag, den 8. September, 20 Uhr: raeineSdiwetler und icn ugfgfflB m zoo Heute Freitag letzter Tag: mäm Sonuabcnd, den 6. Sept. bi« Montag, den t. Sept. Harry Lledtke in Mittwoch, den 10. Sept. bis Frei tag, den 12. Sept. Wenn ich es nur Jeden sagen könnte... wie schon, billig und gut Sie Ihre Wasche in der Haushaltwäschere! Lobenswert waschen. Versuchen und überzeugen Sie sich. Bestellen Sie noch heute Ihren Waschtag in der Haushaltwäscherei Lobenswert Tel. 25166 / Eberhardstr. 13 / Inh. Jos. Gewürtz / Tel. 25166 Familien wische, im Freien getrocknet, schrankfertig gerollt, 30 Pf. per Pfund. Trommelwasche von M. 3.— an. gag ■ alalSl ____EMI! tfrSata CflhlOllfUI E heuen IHIIIM rrou luoro öWiiöuör llllllill Nord«tr. 51 »r.T*>l. 23770 lUlllljP Sprccbiett: Täglich 3—6 Uhr ■ 11 III MITTEILUNG Geb« kannt. hierdurch malner verehrten Kundechaft bedaS Ich mein. MaOachnalderel unter Leitung Hpjj rlnti .retklatalgen Zuachneldere unverändert ^■W w.it.rtühre. — Ich bitte bei .lntrwt.nd.in Bedarf mich zu txrOcksIchtigwn O. ZIMMERMANN / EBERHARDSTRASSE 7 i