Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 17 (25.4.1930)
- Date
- 1930-04-25
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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April 1030 (SEME IN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 7 INGER Mähmaschinen In altbewährten Güte Weitestgehende Zahlun^seKeichterunflen Mäßige Monatsraten SINGER NÄHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT Singer Lädun ObrnraU . identum hängen rausgehoben ist : uchSrfter (leist „lernt" mit > liriften inoilernrr Autoren. wir der Babbath nach wie vo uns den Tagen der Woche, Ihr r der Tag tat, der .im Talmuditudluni gleicher Begierde und Gründlichkeit «Ii«' die jüdisch-rcligiüsu Denkart, in der sie ifgewachaen sind, gibt die innere Vorbereitung für die modernen, so- . alen Ideen, und diu einstmalige religiöse Inbrunst ändert sieh jetzt i . der Hingegebenheit an den Sozialismus. Man fühlt in dem Buch i is Heranbrechen einer neuen Zeit, und sieht mit Spannung dem ritten Bande entgegen. B.C n. Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi (Dr. jur. et phiL), Das Wesen des Antiseniitisnius. Eingeleitet durch: Antisemitismus nach dem Weltkriege von R. N. Coudenhove-Kalergi. Wien, Leipzig und Paris, 1929 (Paneuropa-Verlag). Ks war eine mutige Tat folgerichtiger Wahrheits- und Gerechtigeitsliebe, als Qraf Heinrich OoudenhoYe, der böhmische Magnat und -torreichische Reichsgraf in Heinum l'.HIl erschienenen Buche „Das Wesen des Aiitiseinitismus" Bich mit guten Gründen gegen den Antiroitiamui wandte und diesen als „ein UbriggeblielieneH Monstnini Iii litis t ergangener Zeiten" nachwies. Um so mutiger, als er seine eigene Handlung eingestand: er seihst war „theoretischer", in »Jüngeren Jahren •nur praktischer Antisemit" gewesen; »gründliches Studium der Bache" stta Ihn aber „eines Besseren belehrt". Sein Bohn, der bekannte Qrün- ■ er und Führer der Paneuropa-Bewegung, gibt jetzt die Schrift von •nein heraus: sie bietet noch heute »allen l'hilosemiten und Antisemiten. ' ie redlichen Willens sind, die Möglichkeit, ihr Wissen Ober die einchllgigen Probleme zu erweitern und ihre Anschauungen zu ruviereil". Der Jüngere t'oudenhove bekennt sieh (tanz zu der Ansehating des Vaters und erweitert dessen Beweisführung durch eine Anase der antisemitischen Bewegung, die nach dem Weltkrieg einen neuen ngohctircn Aufschwung gefunden hat. Diese Anabse weis) die Unlogik er heutigen Bewegung nach, da sie in den Juden zu gleicher Keil die führet das Kommunismus und die Vertreter des Kapitalismus beimpft. Diu Innere Unwahrhaftigkeit dieses Kampfes offenhält sich eiter, wenn die Krage vom nationalen Standpunkt aus betrachtet wird! ler IlaU, „der sich aus politischen Gründen gegen BngUnder, Pren- •sen und Italiener nicht auswirken konnte, richtete sich . . . gegen die U ntschen Juden, die ohne internationalen Schutz diesen Verfolgungen. Verleumdungen und Beschimpfungen wehrlos gegenüberstanden". Alles. Aas über eine Antipathie gegen Juden als eine fremde ltasse. Ober einen ingeborenen Instinkt gegen die Juden gesagt wird, ist nur der Verlieh, ein Vorurteil durch künstliche Begründung zu stützen. Die letzte rsache für allen Antisemitismus findet er. wie der ältere Goudenhoye, ii einem als Massenpsychose wirkenden religiösen Fanatismus, der sich n früherer Kindheit einnistet und dann als verschüttetes Brlebnis lachwirkt Das Buch verdient in gleicher Wesu wegen der PersontchkeitSn, die es geschrieben, wie wegen dur gründlichen und tiefen tarcharbeitung der Probleme die weiteste Beachtung, Der hohe ethische Ichwung, der es bewegt, teilt sich in der klaren Beweisführung unwillkürlich dein Leser mit. Man sollte dafür Sorge trugen. ,la U das Buch in nicht jüdische Kreise getragen wird, damit diese durch rein hristlicha Abstammung auch den Christen unverdächtigen Zeugen für lie Wahrheit zu wirken vermögen. Q,C. „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik", herausgegeben in der Xentralwolilfahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptteile für jüdische Wamb'rfürsorge und Arbeitsnachweise, 3. Heft. Während die ersten beiden Ileflc (Doppuliiumuicr Jiiiiunr/Fchruari bedeutsame Ausführungen Ober »Grundfragen eines üewahrungsresetaes" von Ministerialrat Dr. Wittelshöfer. über „Die beruflichen ind sozialen Wandlungen im deutschen Judentum" von ,1. Koralnik lind einen Itericht über das „Kinderhaus Kowno" von Dr. Dans Lulinskl enthielten, bringt das soeben erschienene lieft eine ausgezeichnete Kinführung in das j ü d i SC Ii e W o h I f a Ii r t s w e s e n i u d e n Vereinigten Staaten A m e r i k a I von Prof. Dr. Brich Selig mann und Oberaus wichtige und wegweisende Ausführungen über „Die It e Ii i n d 1 ii u g dur A u s 1 ii n dur i u d e r W ohlfnhrtspfleg 6 nach g u 1 t u n d e m und werden d e m K e e h l" von M inisturialsub Achtung! 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Ii. halbjährlich (M. 18.- jährlich). Bestellungen sind zu richten an die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen .luden, Berlin-Charlottenburg -. Kantstr. lä*. ..Der Junge Jude". Soeben erscheint die zweite Nummer des dritten Jahrgangs des „Jungen Juden". Zum ersten Male wird in dieser Nummer der Versuch gemacht, durch die (icgenüberstellung des deutschen und liohrä- Ischen Textes von Lamdans „Hassadnh" den Zugang su einein der bekanntesten Werke der Neuhebrüischen Arbeiterliteratur für diejenigen zu eroffnen, die des Hebriischen nichl oder nur In geringem Matte mächtig sind. Wichtiger noch sind vielleicht die Uebersetsungen aus dem Werke „Arbeiterinnen sprechen", in denen ein stück des Aufbau Werkes in Palästina, gesehen vom Standpunkt der in der Arbeil stehenden Krau, lebendig wird. Eine ausführliche Würdigung der Vereinigung der Arbeiterparteien in Palästina von m. Beilinsohn, dem ein kurser Abrifl aus der Geschichte der Arbeiterbewegung von K. Liebenstein vorausgeht, behandelt die aktuellen Probleme Palä-tinas. während Georg Lubinskl in einem Aufsatz „Abgrensungen" sich mit dem Kommunismus innerhalb der zionistischen .lugend auseinandersetzt. Dem Andenken an Kranz Rosensweig ist ein Aufsatz von Krnsi Mosbacher gewidmet, der darzustellen sucht, dall Rosensweig als erster die jüdische Position des Nichtzionisten zu begründen versucht hat. Mit seineu Berichten und seiner ausführlichen Palüstinaumachau darf das Heft das Interesse aller an .lugend- und I'nlästinafragen Interessierten beanspruchen. (Die Zweimonatsschrift ..Der Junge Jude" ist für halbjährlich M. 2.— bei der Administration, Berlin w tS, Meineckestr. in. zu abonnieren.) Vereinsnachrichten Jüdischer Jiigendliiind „Krün/. Kosen zw dg" (im \ sehen .lugendvereine Deutschlands!. Der UnterhaltungS abend am :w. April findet um '-'tt U h r Haus, Dies d Ii erSt r a U e 7. statt B räch eI n e n. trband der JOdl- und Ausspracheini Auguste-8c h in Idt- Wir bitten um z a Ii I re I c Ii e s April, -Ml'-- Ihr. Arbeitsc h . SO. April, MM Uhr, Jung Jüdischer Kluli. Dienstag, M. gemeinschaft: Btrafrechtsreform. Mittwi Arbeitsgemeinschaft: Adler, Neue Menschen. judischer Sportverein Bar Koch Im. Leipzig. E. V. Bigotter Spnrtpark Dübener I.andstraüe (zu erreichen 14 und IC bis Gastwirtschaft zur Mühle». Anschrift für sämtliche Abteilungen: Adolf Berger, Butrllsschsr Str. 7, Telephon: Nr. 276 65. A r Ii i' i t s |i 1 ii ii d e r Kulturgr u p l> e. Knaben bis 1:1 Jahre: Bonnabend, 16 Uhr: Knaben von 13-16 Jahru: Montag. liUO t'lir: Heppen-Hüte u.Mützen ffYj^ Julius Hlüller S Petersitr.50Univer$itätsstr.26 .t.1,,'.».. \3LlFT t^^^ei^^^^^U^H^^I^che^^r^?^^^^^^^ ■ §%SStMST Universitätsstraße 26 ^.VXb. ■ Sieben SfhaufrnUer i OrS/Hrt Herrenhai-QeschSIt Letpilgt.--