Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 20 (14.5.1926)
- Date
- 1926-05-14
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 5 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMLTNDI:, LEIPZIG 2. Jahrgang mf und berichtete ausiührlich über die Entdeckung der kleinen Planeten durch Piazzi und des Neptun duich Levercier. Im Anschluß an Kants Theorie des Himmels wurde alsdann auch die Frage der Bewohnbarkeit der Planeten gestreift. Sodann berichtete der Referent über den Bau unseres großen Milchstraßensystems. Insbesondere wurden die Forschungen des Münchener Astronomen Hugo v. Seliger über die Frage nach Endlichkeit oder Unendlichkeit unseres Universums, sowie iiher Jessen Form und Grüße eingehend behandelt. Im 2. Teil entwickelte der Vortragende die Nebulariheorie. Er schilderte, wie Kant und Laplace die Welt aus einem rotierenden, glühenden Urnebel sich enlstanden dachten. Zum Schlüsse wies er auf die Forschungen Henri Poincares hin. die die großen Mängel und Unstimmigkeiten auch dieser wissenschaftlichen Weltanschauungstheorie aufdeckten, die trotz des hohen Standes der modernen Astronomie noch keine befriedigende Erklärung gefunden haben In der Diskussion wies Herr Rabbiner Dr. Goldmann u. a. vor allem darauf hin. daß die biblische Darstellung der Entstehung des Weltalls von der wissenschaftlichen vollständig zu trennen sei und mit dieser auch absolut nichts zu tun haben wolle, da die biblische Darstellung in erster Linie nur symbolisch zu werten sei. Einer Anregung aus dem Zuhörer kreise folgend, machte Herr Dr. Lonnerstädter, dessen Ausführungen mit reichem Beifall belohnt wurden, dann noch interessante Mitteilungen über das Verhältnis der Einsteinsehen Theorie ,.u dem von ihm behandelten Problem. — cand. jttr. Rudolf Berkowitz Nachrichten aus dem Gemeindeamt Zur Beachtung! Wir richten an unsere Genieindemitglieder die Bitte, im eigenen Interesse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der ersten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröffentlichung unserer Bekanntmachungen! soweit nicht die Gemeinde-Satzung anderes bestimmt, nur noch im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. Gemeindeamt: Löhrstraße 10: Fernsprecher 23602. Krdgcschoß: Fürsorgeabteilung. Geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 11 -1 Uhr. — Mittwoch und Sonntag nur für Durchreisende (12—I Uhr). 1. Stock: Vorstand und Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9—1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533 Leipzig. Verwaltungsdirektor: Gustav Katzenstein (Sprechzeit 9—11 Uhr). Gemeindevorsteher: Carl Goldschmidt i/.u sprechen nach telet. stellv. Gemeindevorsteher: S. Hodet [Anmeldung (Nr. 23602) Dezernent d. Fürsorgcabtlg.: S. Gottlieb) in der Mittagszeit. Dezernent lür das Finanzwesen: W. Breslauer. Dezernent für das Kasdtrus: S. B. Goldrel. Liberales Rabbinat: Gemeinde Rabbiner: Dr. Felix Goldmann, König lohannStr. 17, Fernsprecher Nr. 211)67. Sprechstunde 9.30 11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu andrer Zeit. Mon tag und Donnetstag nur in dringenden Fallen. Gemeinde-Rabbiner: Gustav Cohn, Löhrstr. 10, Fernsprecher 39641. Sprechstunde 10 11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu anderer Zeit. Orthodoxes Rabbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach, NUüschplau 1, Fernsprecher Nr. 10225. Sprechstunden 9 -10 Uhr vormittags in der Höh. Isr. Schule, Gustav Adoll Str. 7, 4 5 Uhr nachmittags in der Wohnung. Gemelnd« Dajan: Rabbiner Rogosnitxky, Salomonstr. 25 b, Fernsprecher Nr. roau. Sprechzeil: Montags, Mittwochs, Donnerstag! und Sonntags 10 12,30 Uhr vormittags, Dienstags 4 7 Uhr nachmittags, Freitags 10 2 Uhr mittags. Außerhalb der Sprechzeit in der Wohnung. Friedhofs- und Bestattun<jswesen (Gemeindefriedhof, Berliner Straße 123) Jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn dieses geschlossen ist, dem Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gott- BChedstraBe 28 (Synagoge), Fernsprecher 112;'). oder dem stellvertretenden Bestattungsordner Paul Pietrkowski, Lindenau, Henricistr. 40, Fernsprecher 42752, zu melden. Sonnabends) und an den israelitischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen. Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabblnatea stehen: a) Fleischereien: Moses Bild, Gerberstraße 48-50. Moses Frischer, Nordstraße 1. Sally Löb, Packhofstraße 11-13 und Ran Städter Steinweg 7. Adoii /ellner, Gerberstraße 5. Wilhelm Zellner, Nordstraße 13 Das Fleisch soll an demselben Tage, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Heii5eh durch nichtjüdische* Personal bringen liilit, iiutlS lordern, daß das Packet durch den Schomer gesiegelt wird. I b) Geflügelverkauf: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchacr Straße 20. Hei Feuer dürfen Teile von Geflügel nur in Gegenwart des Schomers gekauft werden. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Vorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerbersir. 43. Fit. Lohmühlgasse, Ecke Kberhardstr. Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aulsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „Koscher" gekennzeichnete Waren. I d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Leopold Schmeidler, Ranstädter Steinweg 28-32. Filialen: Ranstädter Steinweg 45, Nordstraße 26. Selig Scheinowitz, Humboldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsicht I e) Speisen äuser: Chmclnitzky, Reichsstraße 22. Gottlieb, Packholstralie 5. Manelis, Plauensche Passage. Albert Frankenberg Tel. 27 128 Markgratenstraßc IO Tel. 27 128 Spezial-Maßgeschäft f. elegante Herrenkleider Nur erstklassige Stolle Allerbeste Zutaten Individuelle Ausführung Garderobe-Abonnements Anfertigung auch zweckmäßig eingerichtet bei Zugabe des Stolles