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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-01-01 · 1 (1.1.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
1 (1.1.1926)
Date
1926-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Gedenket bei jeder Gelegenheit unserer Kranken und spendet für das Israelitische Krankenheim Kassenstelle: Martin Marcus, Reichsstraße 30-32 — Postscheckkonto Nr. 57 244 SiicEae Jiir 30 iahriaen iiibijdvn bcjjercn iyrrn. bflbjd)« m-mpassende Partie £ebingung: Kapital ob« Sinbeirafcn. DiePrcfion 3u<icficbcrf unb erbeten Oiid-tanontunc 3ujcin-iftcn unter P. A. an bic COud>- bruderei XD. Icidvr, Gfodfenfrraffc 11 Student 1 möbliertes Zimmer bei oricntalikben Sprachen erteilt fg( e;nen j)orni per jofort ober per hebr. Unterricht 15. Januar 511 mieten gesucht. e?Ü. unter A 1023 an fie S>tuctctci Offerten u. I 1025 an 'ßud)brucfcrci SD. Ieid>er. CfMod>enftrafJ« II SD. leidier. eiModVnftra|k 11 aejudit. 9fbinflunaj Qinr intelligente £eute Polinnen in 'Betrodit. c?>ff. u. 102(3 an bie 5>tud?crei SX\ Icicbcr, ÖMod-'cnftrapc 11 (Erfahrener, bietfaitig aebilbeter Akademiker erteilt Nachhültesfunden in <£nqlifd>, "Sranjöfijdv S>eut]d) unb |£afcin. ©ff. unter A 1020 an bie i 5>rudr'crei SP. Ieid>er, (SlodVenftr. 11 "Sur aut bütaerlidien rituellen $)<\wholt im 3entrinn tr>irb «*Mmmi PBnsicnar ■ ^Persicisrin Bess. lung. Ehepaar mit 1 Kind sucht zwei leere Zimmer (Offerten unter K 102 T an bic ÖtudteNi SD- 2eid?cr, GMoaVcnftroßc 11 — 11 — tauefite pUu.Uidi eine gattj neue Sonn1 »0( ihm auf. SBJie, wenn etwa bet Sflaoe, t^t-n er bei fidi hatte, feine $»anb nad) bem 9v.it ieines $etttt auftftreden mürbe?! vir l)atte wohl Pen aröfuen Jeil ieines QermBgenfi bei fidj. Csn ber ßebnat befafc er (o irohl ciit ftattliri)c* $aut mit rrefftidjeni .\>au*rnt. «ber foft alle*, um* er an OelJ) unb Weibeswert beian, batte er mit t'tri) ge« ninnmen, um reicher nadj ' .:•'■ jnrüdnifeinen. Beim nun bor Sflaot aarnidu mtt>( m bie §eimal (ttr&O^og nnb alles füt fid) nahm, ober nenn er einen apreren Seil fidi aneignete unb bann in bet $eimat log, Kathan habe Uttglfid bei feinen Sefdja'ften getrabt: bann mürbe feine Jtau unb bat ftinb aufeet bem Sdjmrrjc um ben Job bes fo hei'"; dettebten andj noch bie bittere Sorge um bas tfgtidje #an ei fahren. Unb icine gtan hatte niemals Kol gefanntl Hub iein Junge mar und) in uncrfahrci! $ei$e lichten (amen ihm aus ben Xugftt. Staut er bodj ttenigftenfl ein Nüttel »ftfele, um bie Seinen oot beut Qieab ,^u bewahrenI--- 3wei 5aa,e fann er nad). Seine «dinierten \>tu ■igten ihr fo, ba| er tanm ieiue Webnnfen fummeln tonnte. Hbet immer wieber bannte er bie Seiben, um einen Hutrneg au* feinen Botgen ,ut entbetfen. ihn btitten tagt trat eine öefferung in ieinein iMmben ein. 2 a lief] er einen ©efdtfftefrtnnb rufen unb bif< tierte ihm feinen legten GMQen. Benige Einüben iväter trat ein KüdfaQ ein. unb balr> haudite er feinen hüten ültem aus. vir »urbe uad) alter tBfitetfittl ,}ur legten Siuhe gebtadit. Danadj nntbe icin Zeftament gebffnet?(ber mie ernannten alle, att fie holten, mac< er barin benimmt hatte: iein gefamtet iBermogen iulle bem Bflaoen ^ufoJtten, bet ihn begleitet hatte. 8ein ßol)n iulle nur bat flerijt buben, einen ju ber ^intet(affenfa)aft ge^öti - den Qkgenftanb fidj anlsnwAi)(en; nur möae er nd) troljl bebenlen, ehe er wähle, unb am beften lieb »on bem Betfen Slabbinet bec (wimatottd beraten laiicn. WU hatten gemeint, bafe 3?atban ieiue gran unb feinen Sohn fo ieljr geliebt habe, unb wollten tanm idauben, baR er fie fo feljr enterbt haben fönne. «ber ber <tie fdjäftöfreunb beftätigte, ba| biee ber U\$\e 3xi\üt Katbant gemefen fei St habe ifjn nodj auebrüdlid) gefragt, ob er wirflid) foldje Beftimmungen im Sinne habe) unb yjatljan Ijabe geantwortet: „Seil id) bie deinen cor — IG — Kol befä)Ühen will, i^ebe id) meinem lejjten ffiiUett biefe Aorm". s.Uieh,r alv bieie bunfle Kttbentnng habe Katban nidjt geäußert — — §od)frfrent naljm bet 2flaue Befi^ von ber |J»in terlnffenfd)aft. ®t hatte in ber Tat bie .stranfheit ieiue* .tierrn benfi^t, um mandfe wertiiolle Stüde tndgebeim betjeitejulegen, unb hatte audj bie Set)eid)niffe oerftedt, au* benen ber ©efij feine* nen'torbenen Gerrit ,^u erteilen war. IS'r war nun brajüdt, bav, er i)an,\ offen alle* al* fein tli^entunt ^etae» tonnte. Kitfbaib marijte er fid) an bie ^nmteife. — — 3n)Wifdjen vermehrten fid) vJ3cutter unb Sohn in ber ßeimat oot Sorae. S3od)en waren f rinnt Orr gangen, feit fie auf bie Kn&Utf! bei Vfltetfl warteten. So oft jeniaub bie 2ur öffnete, jcblua. ihr .'öer,^ hoher, weil fie glaubten, bafe nun enbliri) ber eriehnte Kugenblid fle^ tommen fei. Umfo frijlimmer rmofanben fie e* jebeSmal, wenn fie fidj getftttfdji hatten. So hatten fie ftdj frijon mit bem Srf)liinmften vertraut i)emad|t, al* bann eine* Xagrt ber Bflooe bie tranrige xmbe uon beut [d)tneti> Dollen Gfnbe Katf)and Qberbiadjte. Sie waren obQtg flebroetjeu unter ber ßafi be* l'eibe*, unb iljre Iränen wollten uiri)t anft)bten 311 flienen. jafi nod) mehr nl* ber ^eimgang be* (beliebten fd)iiier,\te fie ber (Mrbanfe, ba| Kattjiatt in ber 3'rei,'bf alle Siebe )tt Jyrau unb Soljn oerloren habe. Sie mochten glauben, bafj ber Sflai'e ba* Zeftamenl sieiäliclit habe; aber fie erfanu ten bie Unterfdirift 9tatt)anJ; e* war fein ^weitel, bafj fie ed)t toar. Sie vermuteten, bat; ber Mranfe nicht mehr bei flarem Beuntfttfein geloefeu iei, aber ba ftanb aurf) bie SeftAtignng be* (VefdtiSftdftennbed, bafj Katban feinen BiQen bei flarem Setftanbe biftiert Ijabe; unb auri) befielt Unterfd)rift war ihnen woblbefannt. Unb fo jer» marterte fie ber (Sebalde, was wohl in Kathan einen foldjen Banbel feiner (Gefühle heniorflerufen l)abe. "Eie fieben Irauertacie flinqen norüber, unb ber Sflane, ber auri) von bem £>aufe feineö früheren .^errn 33efi\j ergreifen wollte, brannte, baf) Stattet unb Sjhn au* bem ftanfc gingen, ba* ja nun iljm cjeljöre. Iia ilinc\ ber Sohn befümmerten .^erien* jum weifen Rabbi, um feinen Kat ju hören. £>ie ilunbe nun bem fonber» baren leftamente war and) frijon ju il)in gebrungen. (£r ließ fid) aber nocfimalä genau ben JBortlaut erjäljlen

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