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Der Sabbath · 1909-01-01 · 1 (1.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
9 (1909)
Issue
1 (1.1909)
Date
1909-01-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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8 Der Sabbath. ','11. Jeder Ortsgruppe soll zur Pflicht gemacht werden, mindestens ein Mal im Jahre im „Sabbath“ einen Bericht über ihre Wirksamkeit und Erfolge zu berichten. III. Leute^die r;r r™= sind, sollen entweder gar nicht oler nicht als ordegfl^p Mitglieder aufgenommen werden. W Ortsgruppe Wreschen. - Der D^giertectag soll beschiiessen, dass in Zukunft im Vcrcinsordan auch vVikanzen für Lehrlinge veröffentlicht werden sollen. Nrmischte Nachrichten. Frankfurt« M, 15. Jan."Nach dem Master v-m Berlin und Breslau ist mtaijjehr auch in Frankfurt a. M. an die Errichtung einet ,j’eah ' < tw-^kcnsammlung) herangt g.tngen worden. Die hiesige 'Ortsgruppe di s ..Verbandes der Sabbatfreunde", sowie der „Jüdische Franc nvertin“ K. V. .-ind mit einem Aufruf an die < »c ff'entlichkc it getreten. Hem sich eine grosse Zahl Damen und Herren aus den besten jüdischen Kreisen durch ihre Unterschritt angeschlossen haben. ' Wie .bei, dem warmen sozialen Empfinden unserer hiesigen jüdischen Bevölkerung nicht zu bezweifeln war. hat dieser Ajiell einen starken Widerhall gefunden. Da die .Peah" Jahresbeiträge nicht erhebt, sondern ihre Kosten aus ihren Erträgnissen bestreiten will, so ist -ie zur Deckung der nicht unerheblichen Einrichlungs- und l’ropagandakosti a auf einmalige Spenden angewiesen, die auch entsprechend ciiuregangen sind. In der Hauptsache handelt es sich natürlich lei -f&i.l’vi'h'1 um die Zuwendung alles überflüssig gewordenen HaJwÄtef, als Kleidungsstücke, Wäsido . Sehuhwerk etc. Möbel. Ik-ticii giwiängc. Teppiche etc. Wirt-chaftsgeräte. Eiscnzeug, Kir. leit'pieiz.cug i'c.. >taniolkapseln. Korke, Bücher, Flaschen c-tc., Papier1»'.Zcäuin^tn. Briefmarken. V-• |.ackungstnateriai etc. einerlei ob in b r an 111 8’a r e in oder a n l r n c h b a r e m Zustande. Dasl Oeschäfslokal der „Peah” befindet sich Allerheiligens t r a s s i Pt, Seitenbau links: Telefonanschluss N u. 5t»-7(f.-k‘ * Dasi der Betrieb an Sabbathen und Braelitisrhen Feiertagen rubt. bedarf als selbstverständlich keiner besonderen Hervorhebung. Es ist bereits heute eine Anzahl arbeitsloser Kräfte beschäftigt, und cs steht-zp erwarten, dass bei weiterer Entwicklung eine recht grosse Zahl jüdischer Arbeitskräfte durch die Peah Beschäftigung rindet, während durch den Verkauf der Sachen, die an Bedürftige abgegeben werden, diesen die erwünschte Gelegenheit geboten ist, ihren Bedarf zu minimalen Preisen zu decken. Samter, DL Januar. Gestein fand hier eite Versammlung zwecks Gründung einei' Ortsgruppe des Verbandes der Sabhathfreunde statt. Es waren wohl reichlich 10t Personen anwesend und alle Schichten 'vertreten. Herr Rabbiner Dr. Wreschuer leitete die Versammlung und wies in einleitender Rede auf die Bedeutung des rar für das Judentum hin. Dann hielt Herr Isaac Plcssner-Posen einen einstündigen VWtreg über da3 Thema : „Wie erhalten wir dem Judentum den r;r.‘‘ In Huppen, scharfen Zügen legte der Redner die Schäden, die dem Juc|,ent}im im allgemeinen durch den rar r»n entstanden sind, dar, und zeigta||dass wenn nicht energisch, dagegen angekämpft wirdv dem Judeitum-sblbst daraus die grössten Gefahien zu erwachsen droben. Alsdann beleuchtete Redner die Entwickelung der Stellenverm.-Vereine, der Versicherung gegen Stellenlosigkeit, die Geschichte der Gründung des Verbands and wies auf die praktischen Erfolge ides Verbandes hin. Zorn Schloss forderte er zum Beitritt auf und erreichte den Erfolg, dass sofort eine Ortsgruppe mit vorläufig 27 Mitglieder sich begründete. New-York, 18. Jan. V or einigen Tagen haben die Herren Jacob Schiff. Lonis Marshall und einige andere eine Konferenz mit dem Police Commissioner Bingham gehabt, um für die Joden, die am Sonnabend ihre Geschäfte schliessen, die Erlaubnis zu erwirken, am Sonntag ihre Geschäfte offeh zu halten. Die genannten Herren Ki w zu I)( [i uni dei an fn B( Hi e B w di^: K A ewc ine SO. I' de Li hi gc lic an iu rei di; er di t nt ne i idil „5 xi eii zc die eit gen üb 2 da i ide Vi be ii de i ge: fr Wfe: nei i. Go kens, Be^i fn reifcl lic ii die si hier Heg: SO' Dii! me chten den Polizeichef darauf aufmerksam, dass für die jüdischen mdente der Konkurrenzkampf ein sehr ungleicher und ungünstiger re, da sie gezwungen seien, zwei volle Tage in der Woche feiern. Herr Bingham teilte durchaus die Ansicht der jüdischen ratatioD, dass in dieser Fraze ein Ausweg gefunden werden müsse versprach für die Polizei tine Anordnung zu erlassen, dass man Juden, die den Sonnabend streng feiern, gestatte, ihre Läden Sonntag zu öffnen. In der jüdischen Bevölkerung New-Yorks, die dieser Angelegenheit natürlich eine ganz ausserordentliche lentnng zukommt, anerkennt man gern den guten Willen der rren Schiff', Marshall und anderen, meint aber, dass es richtiger esen wäre, sich in dieser Angelegenheit nicht an eine Exekutiv h örde, sondern an die gesetzgebenden Körperschaften zu (nden und dort die Frage zur Behandlung zu bringen. Eine Lösung ser Frage muss unbedingt gefunden werden, denn für die jüdischen ufieutc in den neu entstandenen grossen jüdischen Zentren erikas ist dies nicht eine Angelegenheit unter vielen anderen, dem geradezu die Existenzfrage. lAus Heft ff der „Neuen Jiid. Oorrcspondenz.“) Pesen. 1J. Januar. .Bund gesetzestreuer jüdiher J u g i: n d v e.r e i n c.“ Nachdem auf dem Frankfurter Bunitagc die Statnten fostgclcgt wurden und der Verein „Leschaun ipuuel iiu “* in Poseii za in Präsiilialvcreiii bestimmt wurde, fand gestern r die-Wahl und Constimirung des Vurs'andes statt. Der .Bund :etzcstreuer jüdischer Jugendvereine“ hat die Aufgabe, nach Möglkeit neue jüdische Lernvereine zu gründen, sowohl ideell als h materiell zu stärken und so das Zusammengehörigkeitsgefühl ler gfsetzestreuen Jugend Deutschlands zu heben. Bisher geh”- 20 Vereine dem Bunde an. Es ist zu wünschen, dass der Präsi- 1-Verein allseitig in reichem Malle die Unterstützung findet, die bei-seinen schweren, aber mit G. H. segensreichen Aufgaben ver- und nötig hat. Anfragen und Zuschriften, auch Anmeldungen er Vereine sind zu richten an den I. Vorsitzenden Herrn Pincus essner. Posen, Alter Markt h5-ffG. Posen. H. Januar. Zum Zwecke der Berichterstattung über Frankfurter Tagungen hatten die hiesigen Ortsgruppen der reien Vereinigung für die Interessen des orthodon Judentums“ und des „Verbandes der Sabhathfreunde“ gemeinsame öffentliche Versammlung einberufen. Der Vorsitidc der „Freien Vereinigung“, Herr Dr. Max Galvary eröffnete Sitzung mit einer Begrünung der Erschienenen, wobei er noch e kurze Darlegung der verschiedenen Wege und des dabei doch einsamen Zieles dieser beiden Verbände hinwies, die dem alten rlieferten Judentum einen neuen Frühling erringen wollen. Sott gab Herr Pincns Plcssner, nachdem er einleitend die grolle eile Bedeutung des von circa 2000 Menschen besuchten öffentlichen stages hervorgehoben hat. - I.u dori erstatteten Geschäftscht des ahgclaufenen-Jahres der „Freien Vereinigung“ und führte Resuchern der Versammlung ein getreues Bild der vielseitigen Erfolg gekrönten Bestrebungen dieser Gesamtvertretung der jetzestreuen Juden heit Deutschlands vor Augen. lieber den Delegiertentag des# „Verbandes der Sabbathunde“ erstattete Rabbiner Blum, Bericht. Redner zeigte den rt dieser Veranstaltung in dem dreifachen Erfolg: 1) der interder Kenntnis der Oeffentlichkeit entzogenen,Vorstands- und nmissionssitzungen; 2) der ideellen Stäikung des Sabbathgedan- :, hervorgerufen sowohl durch die bloße Teilnahme der von hoher eisteruog getragenen Versammlung, als auch durch den von erblichen Fortschritten zeugenden-Jahresbericht und 3) der zahlten Anregungen, die der Delegiertentag für eine weitere ersprieße Tätigkeit gab. Mit einem warmen AppeU an die Versammlung en Anregungen, namentlich auf dem Gebiet der „Peah“ auch Folge zu geben, schloß Referent. In herzlichen Worten dankte r Dr. Calvary den beiden Rednern und forderte die Erschienenen, teit es noch nicht der Fall ist, zum Beitritt auf. Nach kurzer kussion wurde die Versammlung geschlossen. i e £ leins

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