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Das Morgenland · 1843-11-01 · 11 (11.1843) · p. Seite 352

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
11 (11.1843)
Date
1843-11-01
Page
Seite 352 (sequence 32)
Language
German
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SS3 Besuch kreier Würtemberger"in Jerusalem. sie Rajahs, d. h. nicht - muhammedanische türkische Uuterthanen werden müßten. Dieser Umstand erschien ihnen so bedenklich und hinderlich, daß sie beinahe sich entschlossen von Konstantinopel wieder nach Hause zu keh» ren. Da sie jrdoch verhältnißmäßig schon so nahe an Palästina waren, erkannten sie eS für rathsamer, vollends «ach Jerusalem zu gehen. Eie brachten von Konstantinopel ein Empfehlungsschreiben an mich, und es freute mich herzlich ihre Bekanntschaft zu machen. Das waren eigentlich gerade die Leute, wie wir sie hie zu Lande haben sollten, aber für jetzt läßt sich nichts machen. Schon ehr sie in hiesiger Stadt anlamen, hatten sie genug von dem Lande gesehen, um zu wissen, was sie zu Hause für einen Bericht abzugeben hätten. Sie waren in Bethlehem, St. Johann und Abu- Kusch gewesen. Der letztere Ort hatte ihnen sehr gefallen, und sie äußerten, er eigne sich vortrefflich zu Anlegung einer Colonie. Ich führte sie bei dem Bischof Alexander ein, der großes Interesse an ihnen nahm. Im Hause deS Bischofs trafen sie den preußischen Eonsul, Dr. Schultz, an, der ihnen durch Ertdeilung von Aus, kunft sehr an die Hand ging. Da sie jedoch einsahen, daß von einer Ansiedlung ihrer Landsleute in hiesiger Gegend jetzt nicht die Rede sein könne, und also ein längerer Aufenthalt keinen Zweck gehabt hätte, blieben sie nur drei Tage in Jerusalem und traten dann ihre Rück« reis« an. Alle diejenigen, welche hier rin Interesse nehmen an dem Gedeihen des heiligen Landes, bedauerte« es lebhaft, daß die Umstände eine Ansiedlung dieser Deutschen jetzt nicht erlauben.

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