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Das Morgenland · 1843-11-01 · 11 (11.1843) · p. Seite 339

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
11 (11.1843)
Date
1843-11-01
Page
Seite 339 (sequence 19)
Language
German
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Dat Erddedrn in Galiläa. St» sich um uns, — Männer, die ihre Frauen, Frauen, die ihre Männer verloren hatten, Eltern ohne Kinder, Km» der ohne Eltern, und nicht wem'gr, die als die einsame« Ueberreste von großen Verwandtschaften am -eben geblieben waren. Die Leute waren draußen oberhalb und unterhalb der Ruinen in Hütten von alten Brettern, alten Teppichen, Matten, Kannevaß, ReiSholz und Erde zerstreut, und nicht wenige wohnten,unter freiem Himmel; einige arme Unglückliche, verwundet und zerquetscht, lagen noch zwischen den umgestürzten Gebäuden, jeden Augenblick durch die losen Felsen über ihnen vom Tode bedroht. Sobald unser Zelt anfgeschlagen war, machte ich mich mit Herrn Calman auf, die Verwundeten zu besuchen. Indem wir gebückt unter eine erbärmliche Bedachung traten, die ein Zelt vorstellen sollte, trafen wir zuerst eine auf dem Boden liegende, ausgemergelte, junge Frauensperson mit den schmuzigsten Kleidern bedeckt, welche ich jemals sah. Rach Untersuchung mehrerer Wunden, alle schon in Fäulniß übergegangen, hob die arme alte Frau, welche ihr abwartete, die Decke von ihren Füßen weg, worauf ich mich beim ersten Blick davon überzeugte, daß sie nicht den folgenden Tag überleben könne. Der Fuß war abgefallen und das Fleisch auch, so daß der Schenkelknochen gänzlich bloS lag. Wir reichten ihr etwas Opium- Tinktur, um ihr den unerträglichen Schmerz der letzten Stunden zu erleichtern, und wandten unS dann zu andern, eben so schrecklichen Scenen. Um nicht durch die Schilderung deS Gesehenen die Gefühle des Lesers zu verletzen, will ich bloß einen andern Fall erwähnen; und ich thue eS, um zu zeigen, welche ungeheure Leiden diese armen Leute in diesen achtzehn Tagen zu erdulden hatten. Ueber einen Haufen Ruinen kletternd und durch eine Höhle in rin niedriges Gewölbe tretend, fand ich acht i

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