Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 11 (11.1843)
- Date
- 1843-11-01
- Page
- Seite 335 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Safed 2× ep/1046078
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Da- Ertdeden in ßlaliläa. zzz Viertel waren viele Häuser gleichfalls für den Augenblick ^wieder aufgebaut worden, aber den Schutt hatte man von den Sttaßen nicht fortgeschafft. Wir gingen durch dieses ganze Viertel und ttafen die armen Juden noch inmitten der Ruinen wandernd, unter denen wir kaum unfern Weg finden konnten. Viele von denselben waren mit dem Aufgrabcn des Schuttes beschäftt'gt, jeder, wie es schr'en, vor seiner eigenen ehemaligen Wohnung. Im Allgemeinen begann die Stadt wieder aufzuleben, und der Ort hatte ein geschäftigeres und minder ödes Aussehen, als ich es zu finden erwartete. Der gewöhn, liche Freitagsmarkt wurde wieder regelmäßig abgehalten und von den Landleuten der umliegenden Dörfer, selbst aus beträchtlicher Entfernung, besucht. Nach ein paar Jahren werden die Spuren des Erdbebens in Safed wahrscheinlich nicht mehr zu sehen sein. So geht es dort. Erdbeben und Kriegöverwüstungen sind zn wiederholtenmalcn über das Land ergangen, seine Städte ftind Dörfer verheerend; aber die Bewohner hängen an dem Boden, bauen ihre Städte wieder auf, und leben fort, als wenn nichts vorgefallen wäre, bis nach einer Zeit eine neue und vielleicht schrecklichere Zerstörung über sie hereinbricht. So wurde Safed selbst, wie Tibe« rias, schon bei dem großen Erdbeben am 30. Oktober 1759 in Ruinen verwandelt, und ein großer Theil seiner Bewohner getödtet. Safed hat allem Anschein nach den Mittelpunkt dieser mächtigen Erschütterung gebildet und verhältnißmäßig mehr alS irgend ein andrer Ort gelitten, mit Ausnahme etwa zweier benachbarter Dörfer. Jedoch erstreckte sich die Zerstörung, wie wir gesehen haben, mehr oder weniger bis Tiberiaö und nach der Gegend »m Nazareth; viele unter den Dörfern östlich von dem Sec wurden