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Das Morgenland · 1843-11-01 · 11 (11.1843) · p. Seite 322

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
11 (11.1843)
Date
1843-11-01
Page
Seite 322 (sequence 2)
Language
German
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33* Da« Erdbeben in Galiläa. und in noch später» Zeiten hier nicht mir ungehindert wohnen durften, sondern sich auch vieler Privilegien erfreuten. Man hat noch Münzen der Stadt mit dem Namen der Kaiser Liberins, Claudius, Trajan, Hadrian und Antoninus PiuS. Liberias war der Hanptsitz der Juden nach der Zerstörung von Jerusalem und ihrer Vertreibung aus den südlichen Theilcn des Landes, dem eigentlichen Judäa. Der hohe Rath oder^Smchrdrin dieser Nation ließ sich in Liberias nieder. Dieß geschah um die Mitte des zweiten Jahrhunderts unter dem Vorsitz des berühmten Rabbi Juda Hakkadosh (der Heilige), und von der Zeit an war Liberias mehrere Jahrhunderte hindurch der Mittelpunkt der jüdischen Gelehrsamkeit. Hier lehrten ihre gefeiertesten Rabbinen in den Synagogen, und eine Schule wurde zum Studium ihres Gesetzes und der heiligen Sprache errichtet. Als Haupt dieser Schule ließ sich Rabbi Juda die Sammlung und schriftliche Abfassung der großen Masse der traditionellen Gesetzesbestimmungen angelegen sein. ES ist dieses die Mishnah, welche in ihrer spätem Erweiterung zum Thalmud geworden ist. Das heutige Liberias, im Lande selbst Tabarijeh genannt, liegt an dem Ufer des Sees an einem Punkt, wo die Höhen sich ein wenig zurückziehcn, indem sie einen schmalen Streifen nicht ganz ebenen Landes von einer kleinen Stunde Länge dem See entlang zurücklassen. Hinter demselben steigt der Bergrücken steil empor. . Die Stadt liegt nahe bei dem nördlichen Ende dieser Bodenstrecke, in der Form eines schmalen, etwa elne Viertel, stunde langen Parallelogramms, nach dem Lande zu von einer dicken, früher einmal gegen 20 Fuß hohen Mauer, mit Thürmen in regelmäßigen Zwischenräumen umgeben. Nach dem See hin ist die Stadt offen. Das Castell ist

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