Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 10 (10.1843)
- Date
- 1843-10-01
- Page
- Seite 320 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4872516-5427218-5427360--2398-4874833- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
320 Besuch dreier Würtemberger in Jerusalem. um Tiflis herum, ist eine vorzügliche Weingegend. Die meisten Weinstöcke, die wir gesehen haben, lagen nur auf dem Boden herum, die übrigen stehen so 3—4 Schuh hoch aufgepflanzt, aber ohne Pfahl; selten hat einer eine Stütze; und so hangen sie voll schöner Trauben, daß man von einem beinahe zwei Gölten voll Trauben lesen kann. Weil nun daS*1 unsere Hauptabsicht war, warum wir nach Jerusalem gereist sind, so sahen wir so viel ein, daß sich keine Eolonie oder Dorf nahe bei Jerusa« lem niederlaffen kann: 1) ist ganz nahe kein Land, 2) kein Wald, 31 ist auch Wassermangel für das Vieh; doch wenn nachgesucht würde, so könnte vielleicht Wasser gefunden werden. Ferner ist es um ganz Jerusalem her so voll mit Steinen, daß solche Plätze in der Welt wenig zu finden sind. Man könnte glauben, es sei unmöglich, daß es etwas geben könne, aber wenn nur etwas Erde bemerkt wird, so bringt es Früchte hervor." *1 Der Verfasser diese« Briefe«, dem unsere Leser schon adgemerkt haben, daer ein schtichter und aufmerksamer Beobachter, aber kein Schriftsteller ist. will hier sagen, da die Hauptabstcht ihrer Reise die Untersuchung de« Lande« gewesen ser, im Hinblick auf eine mögliche Anstedlung, so habe sich ihnen da« nun folgend« Resultat ergeben. l