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Das Morgenland · 1843-10-01 · 10 (10.1843) · p. Seite 317

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
10 (10.1843)
Date
1843-10-01
Page
Seite 317 (sequence 29)
Language
German
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Besuch dreier Würlemberger in Jerusalem. 317 ner von Erkenntniß seien, als wie Kindern gegenüber, treten; unzufrieden auch darüber, daß sie zu den luthe, rischen Kirchen und Schulen zahlen mußten, ohne Ge« brauch davon zu machen — ein ähnliches Verhältniß wie daS der Dissenter in England. Manche Separatisten hat« ten ihre schroffen Ansichten aufgegeben und sich den lutheri» schen Gemeinden angeschloffen; um so erbitterter und schrof, fer wurden die übrigen. Ihre ökonomische Lage schilderten sie als günstig; mancher von ihnen habe an vierzig Morgen; das Land aber gehöre der Krone und dürfe nicht vertheilt werden. Die russische Regierung hatte die allgemeine AuS« Wanderung verhindert und darauf gedrungen, daß sie eine Deputation vorausschicken, um an Ort und Stelle von den Verhältnissen im heiligen Lande Einsicht zu nehmen. So machten sich unsere drei Mannen auf den Weg. Zur Fahrt über das schwarze Meer nach Konstantinopel hatten sie ein kleines Schiff, mußten oft unterwegs in unwirthlichen Gegenden anlegen, um den Stürmen der unruhigen See zu entgehen, und langten sammtlich krank in Konstantinopel an. Zu Land aber wurden sie von den russischen Gesandtschafts« und Eonsulatsbehörden überall auf das zuvorkommendste mit Geld, Empfehlungen und Förderung jeder Art unterstützt. Von einem griechischen Kloster zum andern erhielten sie dringende Empfehlungsbriefe, und es erprobte sich auf ihrer ganzen Reise das Ansehen, welches Rußland im Orient genießt, und die wohlorganisirte Kette seiner Verbindungen, durch welche es seinen Einfluß ausübt. Wir landeten in Beyrut, und fuhren von da in einem besondern Schiff mit unfern ganz zutraulich gewordenen Separatisten nach Jaffa. Von da ritten wir, von dem Consul mit einer Schutzwache versehen, landeinwärts gen Jerusalem. Wie sank^aber schon unterwegs unfern drei Landsleuten der

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