Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 9 (9.1843)
- Date
- 1843-09-01
- Page
- Seite 283 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Unordnung in Jerusalem. Hgz (Missionar), Sie war am Vormittage zu mir gekommen, um sich wegen ihrer Gesundheit einen Rath zu holen, und wurde auf dem Wege nach Hause von einem Arnauten mit der Flinte zu Boden geschlagen. In Folge dieser Mißhandlung mußte die arme Person während vierzehn Tagen unter großen Schmerzen das Zimmer hüten, und ist nach Verfluß dieser Zeit noch kaum im Stande sich auf den Beinen zu halten. Am folgenden Morgen, erhielt ich einen Besuch von Herrn Aoung; ihn begleitete der preußische Eonsul, Dr. Schulz. Herr Aoung berichtete mir, daß er mit dem Pascha über die mir zugesügte Unbill eine amtliche Unterredung gehalten, und gefordert habe, zur Genugthuung müsse der wachthabende Officicr kassiert und die Soldaten am Ort der That selbst gepeitscht werden. Der Pascha hatte Anstand genommen mit der Strafe so weit zu gehen, indem seine Macht dahin nicht reiche, zeigte sich aber bereit die i!eute für vierzehn Tage einzusperren. Hierauf cröffnete Hr. Aoung dem Pascha, daß er sich genöthigt sehe, die Sache an den Generalkonsul in Beirut zu übermitteln'. Dem gemäß sandte auch Hr. Aoung am 17«»" einen Courier an den Oberst Rose ab mit einer eingehenden Darlegung deS ganzen Sachverhalts. Am 22. Juli benachrichtigte mich Hr. Aoung, er habe auf sein Schreiben eine Antwort erhalten von dem Oberst Rose. Mit. der Dampffregate -Geyser«, welche dieselbe überbrachte, kam zugleich ein Kaimakan oder türkischer Oberstlieutenant an, gesendet von Asaad Paschh, dem Generalgouverneur von Syrien. Oberst Rose war mit der ganzen Forderung, welche Hr. Aoung gestellt hatte, bei den türkischen Behörden durchgedrungen, nur sollten die Soldaten in ihrem Lager und nicht auf dem Markte «Bazar) gepritscht werden. Der Kaimakan sollte der Strafe