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Das Morgenland · 1843-09-01 · 9 (9.1843) · p. Seite 260

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
9 (9.1843)
Date
1843-09-01
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
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200 Die Trennung im Reich» Israel. Druck die Hülfe nöthig machte. — Dagegen gibt die Prophetin Debora in ihrem Triumphgesang den nördlichen Stämmen allein schon den gemeinschaftlichen Namen Israel, ohne Juda und dem mit ihm verschmolzenen Stamm Simeon auch nur zu erwähnen, während doch die übrigen theilnahmlos gebliebenen Stämme namentlich gestraft werden (Nicht. S, 2. 7—S. 14—18). Jotham, GideonS Sohn, war vor Abimelech, der zu Siche« regierte, nur in Ber (Berfeba), im Stamme Juda, sicher (Nicht. 9, S. 21). Schon zu Josuas Zeit oder bald nachher wurde sogar daS Hochland Ephraim neben dem ausdrücklich genannten »Gebirge Juda» als »Grbirg Israel» bezeichnet (Jos. 11, 21.), und in den Tagen Sauls wird bei Anlaß des Feldzuges gegen Rahas, den König der Ammoniter, Juda neben JSrael gezählt (1 Sam. 11, 8.); — alles Beweise, wie schon in der israelitischen Vorzeit das mächtige Juda auf seinen Höhen vereinzelt wohnte. Anders war> Ephraims Stellung. Auf waldigen Höhen, in qnrllenreichen, fruchtbaren Gründen, in der Mitte der übrigen Stämme gelegen, im Besitz der Stiftshütte zu Silo, wohin die Israeliten dreimal des Jahres zu allgemeinen kirchlichen Volksfesten pilgcrten, hatte Ephraim die Mittel in der Hand mit seinen Bruderstämmen in engerer Verbindung zu bleiben und sich selbst einen bedeutenden Einfluß auf dieselben zu sichern. Aber eS mißbrauchte diesen Einfluß, zumal als es nach GideonS Tode dem Baal-berith, dem »Gott des Bundes» einen Tempel baute und dadurch Sichem zur Bundesstadt, sich selbst aber zum Vorort erhob, die angeschlos« senen Stämme hingegen zum Götzendienst verführte (Nicht. 8, 1—3. 33. 9 , 4. 27. 46.). Ja, Ephraim erlaubte sich sogar nicht lange nachher, den Richter

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