Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 8 (8.1843)
- Date
- 1843-08-01
- Page
- Seite 253 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachgrabungen in Nmiv». )tt zenm Wagenrades von anderthalb Fuß Durchmesser. Diese Facta sprechen für daS Alter deS Monuments, während ich auf der andern Seite entdeckt habe, daß die Steinplatten sich schon von einem noch ältern Bauwerk herschreiben. Denn einige der Platten tragen auf ihrer Rückseite Reste von Inschriften, die offenbar durch ihr Alter gelitten haben. Die Schrift ist ganz dieselbe wie die deS gegenwärtigen Monumentes. Ich b.daure nur, daß ich hier allein bin, denn ich zeichne nicht gut genug um den Originalen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen; die Regierung sollte mir einen Zeichner schicken, der mir zugleich helfen könnte die Ausgrabung zu leiten. Das Feld zu Nachforschungen ist groß, denn das Monument erstreckt sich durch den ganzen Hügel, und je weiter ich inS Innere desselben vordringe, um so besser sind die Bildwerke erhalten. Fast alle BaSreliesS sind historisch, die Inschriften sehr zahlreich, und wenn man sie lesen kann, so werden sie Aufschlüsse über vieles geben. Aber es ist nothwendig, daß man alles abzeichnc und abschreibe, denn die Mauern leiden dadurch, daß man sie der Luft aussetzt, und werden von der Erdmasse hinter ihnen trotz den Stützen, die ich ihnen gebe, zer, splittert, so daß sie in Stücken abfallen, und ein Theil von dem waS ich gezeichnet habe, schon nicht mehr eristitt. — Es ist bis jetzt nur ein Fragment dieser Skulpturen in Paris angekommen, nämlich der Kopf eines Kindes, von etwa S Zoll Höhe; er wurde der Akademie der schönen Künste vorgelegt, und gibt nach ihrem Urtheil einen sehr hohen Begriff von der assyrischen Kunst. Die Skulptur ist kräftiger, als die von Persepolis.