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Das Morgenland · 1843-06-01 · 6 (6.1843) · p. Seite 162

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
6 (6.1843)
Date
1843-06-01
Page
Seite 162 (sequence 2)
Language
German
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Oer Prophet Haggai. i«r fangenschaft abgeführt, gerieth das chaldäisch-babylonische Reich selbst mehr und mehr in Verwirrung, bis es i. I. 539 der vereinten medisch-persischen Macht erlag und Darius, der Meder, den Thron bestieg. Nach seinem, schon nach zwei Jahren (I. 537) erfolgten Tode ging das Scepter der Weltherrschaft in die Hände seines Schwiegersohns, des Cyrus über, mit welchem nun die Reihe der persischen Könige beginnt. Schon nach einem Jahre (I. 536) erließ Cyrus einen Befehl, welcher den Israeliten gestattete, in ihr Vaterland zurückzukehren und sich in der alten Heimath wieder anzubauen. Welche persönliche Gründe ihn zu dieser Maaßregel mögen bewogen haben, läßt sich nicht mit Gewißheit sagen. Nach einer jüdischen UeberliefevUng wäre der greise Prophet Daniel hiebei nicht ohne Einfiuß gewesen; was wenigstens nicht unmöglich ist. Uebrigens war es auch eine richtige politische Berechnung, das regsame, zahlreiche und bedeutende Volk der Juden zu begünstigen, welches von den vorigen Herr, schern, den Chaldäern, so sehr war mißhandelt worden. Die neue, persische Dynastie schuf sich dadurch in den eroberten Ländern eine kräftige Stütze und das ganze Reich gewann, wenn in einer so wichtigen Gränzprovinz, wie Palästina, ei« dem regierenden Hause ergebenes Volk sich wieder anbaute und stark wurde. *) *) Sin Grund, der den Israeliten in den Augen der Perser einen Vorzug gewähren mußte, lag unstreitig auch in der Religion. Die Perser, als Verehrer des Gottes des Licht» und der Sittenreinheit verachteten die Götzendiener und zerstörten, wo ste stegreich waren die Tempel und Altäre voll heidnischer Gräuel, wodurch ste stch B. in Griechenland und Aegypten die Verwünschungen der heidnischen Bilderverehrer in solchem Grade zuzvgen, daß gewiffe Abschnitt« der Weltgeschichte jetzt noch di« dunkle Färbung tragen, welche dem Verdruss« über

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