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Das Morgenland · 1843-05-01 · 5 (5.1843) · p. Seite 159

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
5 (5.1843)
Date
1843-05-01
Page
Seite 159 (sequence 31)
Language
German
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Da» tausendjährig« Reich. IM wird/ so auch daS leibliche Uebel. Wo die Sünde nicht herrscht, da hört auch der Grund des Erdenleidens auf. »ES wird», spricht der Prophet, »kein Einwohner sa, gen: Ich bin schwach. Denn daS Volk, so darinnen wohnt, wird Vergebung derSünden haben» (Jesaj. 33,24). Man denke sich einen Zustand wie in der Patriarchenzeit vor der Sündflut, wo die Menschen ein tausendjähriges Alter erreichen konnten, wo die Athmosphäre rein, die Früchte der Erde höchst kräftig waren, der Körper der Sterblichen keine Fleischnahrung, keine Stärkung des WeinS bedurfte: wie die Natur von da herabgesunken ist, so mag sie wohl gleicherweise wieder emporsteigen. In unsere jetzige Schwachheit und Armuth eingewöhnt, haben wir keinen Begriff von dem Leben, wie es der göttlichen Absicht und Allmacht nach sein sollte; die Glückseligkeit liegt uns zu fern, wir erzwingen sie nur ans eine künstliche, oft sündliche Weise, um sie schnell wie-, der zerrinnen zu sehen, Ueberdruß und Ekel davon zu ernten. Der Mensch verlor daS ihm zugedachte paradiesische und hernach das diesem noch verwandte Dasein durch die Sünde; ist diese hinweggenommen, in ihrer Zurechnung und in ihrer Gewalt, so kann auch die äußere Glückseligkeit wiederkehren. Denn wenn jetzo der geistlich Wiedergeborne sie entbehren muß, so leidet er zu seiner Prüfung, Läuterung, Vollbereitung, und als Mitleidender Ehristi, an dessen Gliedern vollends erschöpft werden muß, was noch an Ehristi Leiden rückständig ist, wie der Apostel uns lehrt. Es gehören noch mehr Dinge dazu, außer der Heiligung der Herzen: die Wundergaben des heiligen Geistes, hohe Weisheit, Kräfte, wie in der Apostelzeit. Diese Ehariümata oder Gnadengaben hat unser Heiland uns erworben und vom Himmel gebracht; sie sind unS aber gleichfalls um des sündlichen Verderbens willen wieder verloren gegangen, und so entfremdet, daß wir sik theils gar nicht als Zugehör des Ehristenthums ansehen, daher

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