Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 5 (5.1843)
- Date
- 1843-05-01
- Page
- Seite 137 (sequence 9)
- Language
- German
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Geschichte Jerusalem«. I j 7 strebte sein Bruder Tutush von Syrien nach dem Reiche der Seldjukiden, bekriegte seinen Neffen Borkiaruk, den Sohn Melek Shah's, ward jedoch geschlagen und 1095 in der Schlacht getödtet. Run erhob sich Streit zwischen seinen Söhnen Rudhwan und Dekak wegen der Nachfolge in Syrien, und die Emire der verschiedenen Städte und Distn'ete benutzten die Anarchie, um sich während der Zeit unabhängig zu machen. Dieses hatten auch die Söhne Ortok's in Jerusalem gethan, und Rudhwan belagerte diese Stadt im 1.1096, aber vergeblich. Ebenso schickte auch el-Mustaly, der fatimitische Kalife von Aegypten, welcher endlich den zerrissenen Zustand Syriens und die Uneinigkeit der seldjukischen Fürsten benützen wollte, ein Heer unter dem Wessir Afdal nach diesem Lande, um es wieder unter seine Botmäßigkeit zu bringen, Afdal zog durch das Land, forderte Rudhwan auf, den Kalifen von Aegypten anzuerkennen, nahm Besitz von TyruS und von Jerusalem, nachdem er letzteres 40 Tage lang belagert und die Einwohner es ihm übergeben hatten. Die Söhne Ortok's Jlghazi und Sukman zogen sich in die Gegend von Edeffa zurück, setzten sich nachher zu Maredin und Haifa fest, wo sie die beiden Dynastien der Ortokiden gründeten, die sich in den Kriegen während der Kreuzzüge sehr bekannt machten. Als Jerusalem aus den Händen der Seldjukiden in die der ägyptischen Fatimiten überging, ward diese Stadt dem Emir Jftikhar ed-Dauleh übergeben, der sie im Namen des ägyptischen Kalifen gerade eilf Monate beherrscht hatte als den 7. Juni 1099 das Heer der Kreuzfahrer vor ihren Mauern erschien. Nach einer Belagerung von beinahe 40 Tagen ward Jerusalem am 15. Juli von den Kreuzfahrern mit Sturm eingenommen. Die blutigen Gräuel, welche sie in der