Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 5 (5.1843)
- Date
- 1843-05-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Geschichte Jerusalem«. Eoncilien von Plarentia und Elermont in den Jahren 1095 und 1096; und das ganze christliche Europa erhob sich wie von unbekannter Gewalt ergriffen zum Kreuz» zug gegen die Bedrücker des gelobten Landes. Das erste Heer dieser kriegerischen Pilger brach nun auf der Stelle auf, und zwar über Ungarn und unter Anführung PeterS selbst, ohne Vorbereitung, ohne Pisciplin und ohne die nöthigen Borrätbe. Nach vielen Beschwerden und vielen stürmischen Spaltungen gelang es ihnen endlich, Konstantinopel zu erreichen. Aber kaum hatten sie die Ufer von Kleinasten betteten, als auch schon das ganze Heer von den Türken vernichtet war. Dieß geschah im I. 1097. Ein zweites und besser bestelltes Heer war aber schon unterwegs unter Anfüh« rnng von angesehenen und erfahrenen Männern. Sie zo« gen über Konstantinopel und erreichten nach vielen Hin« dernissen und mehreren Schlachten Antiochia, wo sie vor der Stadt im I. 1097 am 18. Oktober ihr Lager auf« schlugen. Rach einer langen Belagerung von beinahe 9 Monaten wurden sie durch Verrath am 3. Juli 1098 Herren der Stadt. Kaum waren sie im Besitz dttsrlben als ein ungeheures türkisches Heer vor den Mauern er« schien, gegen welches sie den 10. Juli eine Schlacht lie« ferten und einen vollständigen Sieg davon ttugen. Dieß öffnete ihnen ganz Syrien und nichts hinderte sie nun« mehr auf Jerusalem loSzurücken. Allein Zwiespalt und Uneutschloffenheit der Fürsten hielt die ungeduldigen Krie« ger noch vier Monate zurück, bis sie endlich a« 24. Ro« vember von Antiochia aufbrachen und zur Befreiung der heiligen Stadt ausrückten. Während dieß vor sich ging hatten die Angekegenhei» trn von Syrien und Palästina eine neue Gestalt bekom» mey. Beim Tode des Sultan Melek Dhah im I. 1092