Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 5 (5.1843)
- Date
- 1843-05-01
- Page
- Seite 129 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Morgenland. Altes und Neues für Freunde der heiligen Schrift. N°. S. Mai. 1843. Geschichte Jerusalems seit der Zerstörung durch die Römer. (Schluß.) Am dritten Tage, nach nutzlosem Widerstande, erklärten sie sich, von Hunger und Durst erschöpft, willig zu capituliren. Der Haupt-Sheikh ward mit sechzehn Anderen in das Castell eingelassen, allein er verwarf alle Vorschläge zu einer Erkaufung ihrer Freiheit und sichern Geleit-, und wollte von nichts als unbedingter Ergebung hören. Indem er seinen Turban auswand und eine Schlinge daraus machte, warf er diese dem Bischof Günther um den HalS und erklärte, er sei sein Eigenthum und er wolle sein Blut saugen, und ihn vor der Thür aufknüpfen wie einen Hund. Der Bischof warf ihn mit einem Schlage zu Bode»; der Sheikh und sein Gefolge wurden ergriffen und gebunden, und die Pilger, durch diese Wendung der Dinge übermüthig gemacht, setzten den Kampf mit erneuerter Stärke fort. Die Gefangenen wurden auf den Mauern aufgestellt, wo der Angriff am heftigsten und der Pfeilregen am dichtesten war, ein Mann mit gezogenem Schwerte neben jedem, der diesen sogleich zu enthaupten drohte, wenn die Araber nicht von der Belagerung abständen. Der Sohn des obersten Sheikh Sechtier Ia»r, 9