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Das Morgenland · 1843-04-01 · 4 (4.1843) · p. Seite 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
4 (4.1843)
Date
1843-04-01
Page
Seite 125 (sequence 29)
Language
German
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Nachgrabungen in Ninive. 135 stehenden. Am Ende des Ganges wendet sich die Mauer gegen Süden, wo man die Reste von 4 Kolossen findet, welche lange Gewänder mit zierlich ausgehauenen Frau« zen besetzt tragen, und ans der äußeren Seite derselben Mauer sieht man 4 andere, die noch reicher gekleidet sind. Die Plattform zwischen den beiden Mauern ist mit Steinplatten gepflastert, und links nnd rechts von der Mitte ist in dem Pflaster eine längliche Vertiefung an« gebracht, 4 Zoll tief, halbrund am östlichen Ende, vier« eckig am westlichen; ich kann nicht errathen, wozu sie dienen konnte. Der Boden des Gangs besteht aus einer großen Steinplatte, welche ihn der Länge und Breite nach ansfüllt; sie ist mit einer Inschrift in Keilschrift be» deckt, von der ich eine so genaue Abschrift schicke älS es die zahlreichen Sprünge in der Platte erlauben. Ich werde die Stücke dieser Platte in Sicherheit bringen, um sie wieder möglichst solid zusammenzusetzen. Ich bemerke noch, daß die Buchstaben mit Kupfer eingelegt gewesen zu sein scheinen, so viel ich aus den Resten schließen kann, die man noch sieht. Da das Gebäude, so weit es ausgegraben war, offen« bar nicht vollständig sein konnte, so ließ ich einige Schritte weit von der nördlichen Mauer eine Ausgrabung begin« »e». Meine Erwartung fand sich gerechtfertigt, und meine Arbeiter stießen sogleich auf eine Mauer mit BaS« reliefs von zwei sehr merkwürdigen kolossalen Figuren, 8'/, Fuß hoch, und vollkommen erhalten außer einigen Sprün« gen. Die erste ist ein bärtiger Mann, der gegen Osten sieht, und in der Hand ein Kistchen oder einen Käfig trägt; vor ihm geht eine Frau, deren Haare hinten am Kopf in einem Klumpen aufgebunden sind; ihr Gewand hat enge Aermel die bis an den Ellenbogen gehen, ist um die Mitte des Leibes anliegend und erweitert sich

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