Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 2 (2.1843)
- Date
- 1843-02-01
- Page
- Seite 54 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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54 Val tdinentjdbrige Reich. Wort Gottes zu gehen »erstattet, und begnügen uns lieber mit diesen Umrissen. Besser, sichere Umrisse ohne Einzelnheiten, als auSgefülltr Umrisse ohne Sicherheit. Wie^fügen sich aber die hier angedeuteten künftigen Begebenheiten zusammen mit den »letzten Dingen,-- wclcbe die Schrift lehrt und von jeher die Kirche erwartet? Die letzten Dinge sind: Die Wiederkunft des HErrn, das Gericht und das Ende der Welt, wozu auch noch die Auferstehung der Tobten gehört. Wenn nun diese letzten Dinge, wie oben gezeigt worden, nicht in unmittelbarer Zeitfolge znsammentreffen, sondern in der irdischen Zeitentwicklung ihre gedehnteren Räume einnehmcn, so wird die Wiederkunft des HErrn der Anfangspunkt sein seines Reiches auf Erden, des sogenannten tausendjährigen Reiches. Zugleich beginnt auch damit sein Gericht. DaS Licht richtet die Finsterniß. Wenn die Feuersäule, welche auf der Wohnung GotteS unter Israel stand, in neutestamentlicher Vollendung über der Gemeine Jesu Christi leuchtet, so ist eben dadurch das Gericht gesetzt auf die Breite der Erde. Die Urtheilssprüche dieses Gerichts und die schließliche Vollziehung derselben fallen aber in die letzte Zeit, wenn selbst gegen dieses sichtbare Reich Gottes die Macht der Finsterniß ihre letzten Kräfte zum vergeblichen Angriff geführt haben wird. Erst dann erfolgt das Ende der Welt. Die Auferstehung der Tobten aber zeigt sich nach unserer apokalyptischen Stelle als eine zweifache; eine erste Auferstrhnng der Blutzeugen und der bis zum Tod Getreuen bei der Wiederkunft des HErrn, und eine zweite Auferstehung. Aller bei dem letzten Schlußgerichte.