Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 2 (2.1843)
- Date
- 1843-02-01
- Page
- Seite 49 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Dalausentjährig» Reick. 49 srlbstverläugnend die eigene Persönlichkeit in Zusammen« klang treten ju lassen mit dem Wille» deS HErrn, der als schaffende GotteSkraft das Lebensprincip seiner heiligen Gemeine bilden würde. Diese sind es, die seit den Tagen Johannis mit dem Geiste sprechen: »Komm, ja komm, HErr Jesu!» Wenn einst, nachdem die feindlichen Mächte ihre Zeiten verlebt und ihren Untergang gefunden haben, dieser Ruf des Geistes und das Sehnen der Gemeine erhört ist, dann ist auch das Reich Gottes gekommen. ES treten hier uns freilich noch manche Fragen entgegen: wie verhält cs sich mit den Mächten, welche untergehen sollen? wie ist die erste Auferstehung zu fasse», von der die oben angeführte Stelle in der Apokalypse spricht? welchen Theil und welche Stellung hat Israel selbst in diesen Begebenheiten? u. s. w. Wir können aber hierauf jetzt nicht eintreten, sondern halten uns an die, diesem Aufsätze im besonder» gestellte Aufgabe, "das tausendjährige Reich" zu besprechen mit Hinsicht ans die unter uns Christen gangbaren Vorstellungen dafür und dawider. Wie ist denn dieses Reich Gottes beschaffen, wenn es einmal eingetreten ist? Wir müssen die Antwort in der Analogie (Uebereinstimmung) der alten und bisherigen Führung Gottes suchen. Man vergegenwärtige sich die unter Mose getroffenen Einrichtungen; man nehme an, das damalige Volk Israel habe der Mehrzahl nach auS innerlich wiedergeborenen Gläubigen bestanden, welche mit Freuden und Dankbarkeit und mit Aufopferung des eigenen fleischlichen Willens sich in diese Einrichtungen eingesügt; man setze ferner, dafi dann auch von Seite des HErrn alle die geistlichen und leiblichen Segnungen seiner persönlichen Nähe, alle der Schutz und die Abwehr, alle die Läuterung und Heiligung statt- Dcch»Ikr Jahr« I