Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 1 (1.1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Der Saljberg am tobten Meer. nennen die Araber Usdum. *) Sie sagten dem Reisenden Robinson, er bestehe ganz aus Steinsalz, welches aber zu bitter sei um zum Kochen zu dienen, und nur zuweilen als Arznei für Schafe gebraucht werde. Der See bespült den Fuß dieses Berges und endet, da wo der Berg aushört. Letzterer ist zwar mit Schichten von kreidigem Kalkstein oder Mergel bedeckt, so daß er im Ganzen das Ansehen von gewöhnlicher Erde oder Felsen hat, jedoch bricht die Salzmasse sehr oft hervor und zeigt sich an den Seiten in 40—SO Fuß hohen und mehrere hundert Fuß langen, senkrechten Felswänden als reines krystallisirtes Steinsalz. Wir —schreibt Robinson — konnten anfangs kaum unfern Augen trauen, bis wir uns mehreremale den Felswänden genähert und Stücke abgebrochen hatten, um uns sowohl durch das Gefühl als den Geschmack zu überzeugen. Wo das Salz sich so vorfindet, ist es überall mehr oder weniger vom Regen durchfurcht. Als wir weiter gingen lagen große, von oben abgebrochene Klumpen und Massen wie Felsen längs dem Ufer, oder waren als Trümmer herabgefallen. Selbst die Steine unter unfern Füßen waren reines Salz. Diesen Charakter behält der Berg mehr oder weniger deutlich feiner ganzen Länge nach. Die Araber behaupteten, daß die westliche Seite dieses Bergrückens ähnliche Erscheinungen darbiet?. — Die Salzklumpen sind nicht durchsichtig, sondern haben ein dunkles Aussehn, ganz ähnlich dem Mineralsalz, welches wir später zu Varna und in den Städten an der untern ♦) In diesem Namen liegt wahrscheinlich eine Ueberlieferung de- Namenvon Sodom. Schon der alte Arjt Galenu« sagt, die Gebirge um den totten See seien -u seiner Zeit Sodom genannt worden. Robinson, II. S. »35.