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Das Morgenland · 1842-10-01 · 10 (10.1842) · p. Seite 317

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
10 (10.1842)
Date
1842-10-01
Page
Seite 317 (sequence 29)
Language
German
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Die Juden und ihr Vaterland. 317 ihrer ganzen Größe bezeichnen, so wollen wir damit nicht sagen, daß die Sache selber müsse unterlassen werden. Im Gegentheil wir glauben fest, daß es eine heilige Pflicht Israels ist, die Hoffnung die es hat, nicht gering zu achten, und das Ziel seiner Wiederherstellung nie aus dem Äugt zu verlieren. Noch mehr! wir glauben, daß jetzt unmittelbar die Zeit herannaht, wo diese Hoffnung verwirklicht wird oder auf immer vernichtet ist. Wir wollen uns darüber näher erklären. Wenn wir sagen: das türkische Reich eilt seinem Verfall entgegen; die europäische Civilisation wird sich theilen in den Nachlaß der ausgestorbenen Barbarei; wie das politische Berhängniß so drängt das, in unfern Tagen r ebenso mächtig werdende, Handelsinterrffe nach dem Morgenland« hin, als deni durch seine geographische Lage vorbestimmMt^ittelpunrte, Markte und Stappelplatze des Welthandels; dem Oriente steht eine völlige Umgestaltung bevor und er wird unwiderstehlich in den Kreis europäischer Eivilisation und Weltverkehrs hineingezogrn, — so sagen wir mit diesem allem lauter bekannte Dinge, von deren Richtigkeit Jeder überzeugt ist, der die Lage der Zeit kennt. So sicher aber das was ist, so unsicher schwebt daS wie und das wann vor unS in der unent» hüllten Zukunft. Man kann aus der Analogie der Weltbegebenheiten, zumal wenn sie im Lichte der göttlichen Offenbarung betrachtet werden, mit Gewißheit Schlüffe ziehen über daS was kommen wird, ohne im mindesten die zeitliche Gestaltung der nahenden Ereignisse voraus sagen zu können. So erkennen wir im beginnenden Frühling, aus der vorgerückten Jahreszeit und aus den Spuren deS sich regenden Lebens in der Natur, daß die wär« mern Tage kommen und der Sommer nahe ist, aber Niemand kann bestimmen, auf welchen Tag die Wärme

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