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Das Morgenland · 1842-09-01 · 9 (9.1842) · p. Seite 262

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
9 (9.1842)
Date
1842-09-01
Page
Seite 262 (sequence 6)
Language
German
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Dir Nestvrianer. S6S solche Berge und Felsen, solche Waldströme und Stege, über die viele von ihnen kaum hinübergelangen können. Am folgenden Morgen mit Tagesanbruch bemerkten wir ein Dutzend Frauen die vom Lager nach dem Dorfe sich auf den Weg machten; jede trug einen Schlauch aus Ziegenfell voll Butter, Käse oder geronnener Milch. Der Priester rühmte mir den hohm Wetth ihrer Frauen, welche die Heerden weiden und das Haus mit Nahrung und Kleidung versorgen. Allerdings verdient ihr Fleiß alledas Lob, welches Salomo der tugendhaften Haus» frau ertheilt, die ihres Mannes Freude und Segen ist« nur wäre zu wünschen, daß die Nestorianerknnen auch in Hinsicht auf Unterricht und Geltung gegenüber den Männern auf eine höhere Stufe und den Ehristinnen der gebildeten Welt näher gerückt wären. Doch muß zur Steuer der Wahrheit nicht verschwiegen werden, daß im Allgemeinen die Frauen der Restorianer von ihren Män« nern sich einer guten Behandlung zu erfreuen haben, wie denn diese letzter» während der harten Wintermonate sich ebensowohl an den Webstuhl setzen, als sich mit der Pflege der Heerden abgeben. Der Priester war sehr verwunden, als ich ihm sagte, daß die Damen bei uns sich mit Lesen und Schreiben be» schäftigen, daß keine von ihnen daran denke eine Heerde zu hüten, ebensowenig als sie mit Spinnen und Weben sich abgeben» da die letztere Arbeit bei unS durch Wasser« und Dampfkrast vern'chtet werde, daß auch unsere Da« men nie mit Lasten auf dem Rücken über Gebirge klet« tern, sondern vielmehr sammt ihrem Reisegepäcke in Wagen, auf Eisenbahnen, mit Dampfschiffen fortge, schafft werden und zwar dieses mit einer Schnelligkeit die ans Unglaubliche gränzt. Erscheint uns oft der Orient als die Heimath der Wunder und der Mährchen,

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