Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 8 (8.1842)
- Date
- 1842-08-01
- Page
- Seite 231 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Di« Nestorianer. »31 sus im I. 431 wurde RcstoriuS mit seiner Ansicht und deren Anhängern verdammt. Neston'us starb in der Verbannung; er selbst kam nie tiefer nach Asien hinein, aber seine Lehre, als eine geächtete und verfolgte, breitete sich über die Gränzen des griechischen Reiches nach Asien hinein schnell und mächtig^aus. Run mußten alle diejenigen, welche dem Neston'us Recht gaben, Nestorianer heißen. So kam auch das Christenvölklein, von dem wir jetzt sprechen, zu diesem Namen, und wie es selbst unter allen Verfolgungen und Gefahren wunderbar erhalten geblieben ist, so ist ihm auch der Name geblieben, den ihm einmal die abendländischen Christen gegeben haben. Sie, diese Nestorianer, nennen sich selber lieber Nazaräer, ein Name, den in den ältesten Zeiten die Judenchristen allgemein trugen. Die Gläubigen aus den Heiden erhielten den Namen Christen —Ap.Gesch. 11,26.— und dieser wurde durch das ganze Abendland gebräuchlich; die Gläubigen aus den Juden hießen, weil sie Jesus von Nazareth als den Messias bekannte», Nazaräer, und diese Benennung verbreitete sich mehr nach dem Morgenlande. Im Jahre 1681 schloß sich ein nestorianischer Metro, politan-Bischof an die römische Kirche an. Der Papst mußte nun für Diejenigen, die mit seiner Kirche sich vereinigten, 'einen neuen Namen erfinden. Er konnte sie nicht ferner Nestorianer nennen, weil dadurch eine von der Kirche verdammte Seite bezeichnet wird. Mau nannte also römischerseitS die übergegangenen Nestorianer mit einem neuen Namen Chaldäer; nicht weil sie von den alten Chaldäern abstammen, sondern weil sie in dem Lande wohnen, welches die älteste Heimath dieser letzte, n gewesen ist. Die, mit der römischen Kirche vereinigten (unirten)