Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 6 (6.1842)
- Date
- 1842-06-01
- Page
- Seite 188 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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188 Zuge aul dem Orient. so fordert der Verkäufer dreimal so viel als er eigentlich im Sinne hat, der andere bietet ikm nur den vierten Theil. Selten wird die Sache schon am ersten Lag ins Reine gebracht; man kommt am zweiten wieder zusammen, und braucht vielleicht noch den dn'tten dazu. Ein Verirren in der Wüste, oder der Reisenden Glaubensprobe. Wir entnehmen die folgende Schilderung dem Reisewerke unserverehrten Freundes Schubert. Diejenigen von unfern Lesern, welchen das Buch selber zur Hand ist, werden doch gerne die merkwürdige Begebenheit hier unter den »Zügen aus dem Oriente» wiederfinden, wo sie so recht eigentlich hingehört. Viele andere unserer Freunde, die mit Schubert'- Reisegeschichte noch nicht näher bekannt sind, werden um so lieber eine Erzählung hier antreffen, welche nicht nur durch den Vorgang, den sie schildert, ergreifend und belehrend ist, sondern noch eigenthümlich gewinnt durch die schlichte und herzliche, tieffühlende Darstellung ihres BerfafferS. Auf den ersten schönen Reisetag — von Kairo aus nach dem rothen Meer und dem Sinai — folgte die sorgenvollste Rächt. Während unser arabischer Knecht Feuer anschürte und die Abenhkost zubereitete, hatten^ unsere jüngern Reisegefährten, mit den Flinten und den Pflanzenbüchsen auf dem Rücken eine Wanderung in die Umgegend der Lagerstätte gemacht, der Eine gegen Nord« west der andere gegen Rordost. Sie kamen alle bei Einbruch der Dämmrruug zurück, nur Dr. Roch fehlte »och. Wir warteten einige Zeit mit dem Effen auf ihn, “ daun wurde sein Antheil an die Kohlen gestellt; jeden