Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 6 (6.1842)
- Date
- 1842-06-01
- Page
- Seite 178 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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178 Di« Bevölkerung Paläsiiua'« der Moria 218V, der Oelberg 2SS0 Fuß hoch; Hebron liegt 2664, Bethlehem 2469 Fuß hoch. Diese bedeuten« den Erhöhungen im Süden des Landes sind höchstens 7 bis 9 Meilen vom Meere entfernt. Wenn der im Süden nicht ganz schmale Küstenstrich abgezogen wird, so erheben sie sich hier auf dem Raume weniger Meilen, von fern angesehen wie eine Steilwand. Auf so kleinem Raume kann kein bedeutendes Flußthal den Küstenstrich mit dem Gebirge verbinden; nur unwegsame, steinige, von reißenden Bergströmen ansgewühlte Einschnitte er« strecken sich alö schmale Thalschluchten nach Westen hin gegen das Meer. Im Mittlern Palästina sind die Der« hältniffe etwas anders; hier sammelt sich in der Ebene Jesreel mehr Wasser, welches in den größten Bach Pa« lästinas, den Kison, zusammenläuft. Aber auch dieser stürzt sich in einem schmalen, von jähen Felsen an bei« den Seiten eingefaßten Bette in die Ebene von Akre hinein, so daß auch hier kein weiteres Stromthal die Küste mit der Hochebene im Osten verbindet. Ganz im Norden endlich erhebt sich fast unmittelbar aus dem Meer der Libanon, eine Steilwand mit einem 10,600 Fuß hohen GebirgSkamme. Alle diese Höhen, so nahe am Meere, mit weiter Aussicht auf dasselbe, in der unmittelbaren Nähe der mit dem Meer allein beschäftigten Küste, wei« sen ihre Bewohner auf den Landban, an wenigen Stellen im Süden auf Biehzucht hin, und gestatten ibnen keinen unmittelbaren Ancheil an den Beschäftigungen der Bewohner der Küste. Keinen unmittelbaren Antheil; denn daß sie mittelbar vielfach in das bewegte Leben der großen Küstenstädte hineingezogen worden sind, verstebt sich von selbst. Leichter aber geschah dieses gewiß in den nördlichem Theilen, in der Ebene Jesreel und ihrer Umgebung, zumal da durch diese die große Handels-