Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 6 (6.1842)
- Date
- 1842-06-01
- Page
- Seite 176 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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176 Di» B»v»lk»riing Palast, deutenden Einfluß auf die Bevölkerung des Landes ge« habt haben. Folge der assyrischen Kriege ist Fortführung eines Theils der Bewohner und Verpflanzung fremder Eolonisten in daS verlassene Land (das Reich Ephraim); Folge der chaldäischen Kriege Fortführung eines andern TheilS der Bewohner (aus dem Reiche Juda); und ganz neue Gestaltung der Völkerverhältniffe. Von den Skythsn blieb ein Theil in Palästina, zurück; seit Alexanders Kriegen und der Herrschaft ägyptischer und syrischer Könige siedeln sich Griechen an, in römischen Zeiten auch' Römer. Man kann sagen, daß die Schwingungen aller Völkerbewegungen Vorderasiens Palästina ganz vorzugsweise erreichten, und von desto größerer Bedeutung für dasselbe sein mußten, je kleiner das Land war. Sie trafen nicht einen Theil, sondern das Ganze, verloren nicht an Kraft im weiten Raume, sondern sich concentrirend auf engen Raum wirkten sie desto gewaltiger und nachhaltiger iu diesem. III. Die Beschaffenheit de- Landes. Der Handel an der palästinensischen Küste und die Lage des Landes, welches Ursache v-ar, daß es von so vielen erobernden Völkern heimgesucht ward, erklären daö Gewühl verschiedenartiger Nationen, die gemischte Bevölkerung, die häufige Neugestaltung der politischen Verhältnisse durch neu eindringende Völkermaffen durchaus. Aber daß die verschiedenen durch ihr Heimathland und an dasselbe sich knüpfende Erinnerungen, durch gottesdienstliche Gebräuche und staatliche Einrichtungen, durch die Gewohnheit des Lebens und die Beschäftigungen von einander getrennten Bestandtheile nebeneinander auf engem Raume wohnen, und ihrer Eigenthümlichkeit viele Jahrhunderte hindurch so treu bleiben konnten, daß keine durchgreifende Vermischung und Verwischung der Unterschiede statt