Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 2 (2.1842)
- Date
- 1842-02-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Die.Völkertafel i Mos« V v schiedenheit feiner Söhne erkennend so wie die spätem Entwicklungen und Schicksale ihrer Nachkommen, welche durch den von ihren Stammvätern ihnen aufgedrückten Charakter nothwendig herbeigesührt wurde, im Geiste schauend, jenen prophetischen Segen und Fluch (1 Mose 9, 25—27.) über sie aus, zu dem die ganze Menschengeschichte nur einen Beleg bildet. Dadrückende Gefühl eben dieses Fluches und die Furcht in Knechtschaft zu verfallen, war es vermuthlich, was die Hamiten bewog, zuerst die heimathlichen Ursitze unseres Geschlechts zu verlassen, und in der südlich gelegenen Ebene Sinear Städte anznlegen und zu befestigen. Der Kuschite Nimrod, ein Enkel Hams, gab, wie zum Bau von Babel (1 Mose 10,10.), so nach ülten Urkunden *) auch zur Errichtung jenes Denkmals menschlichen Hochmuths und Trotzes, des ThurmeS z» Babel, den Anstoß. Der patriarchalen, von Gott verliehenen Autorität Noah's setzte er keck eine ungöttliche politisch-hierarchische entgegen, und legte den Grund zu einem Weltstaate, der, hätte Gott ihn sich entwickeln lassen, jeden werdenden Gottesstaat im Keime erstickt hätte; denn in ihm würden alle jene, dem Reiche Gottes aus Erden feindlichen Mächte frei und im Zusammenwirken gewaltet haben, die im Lause der Jahrhunderte ihm nacheinander hindernd entgegen gestanden sind. So aber schlug das Unternehmen des Thurmbaues zum größ, ten Rachtheil der daran Betheiligten selbst aus; das waS sie am meisten vermeiden wollten, die Zerstreuung (1 Mose 11, 4) trat nur um so schneller durch die Zer, störung des Mittel- und EinigungspuncteS und die Verwirrung der Begriffe und der Sprache ein. Das Eenttum +) Joseph. Antii). I. c»p.