Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 1 (1.1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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»4 Gang der Dinge im Morgenlaade. Traum ihrer nengesammclten Kräfte gebaut hatten. Drei Schläge trafen nacheinander daS Reich der OSmancn zu Lande, zu Wasser und im Innern. Zu Lande verlor Hafis Pascha durch den Tag von Risib nicht nur eine Schlacht, sondern rin ganzes Heer dazu, denn es lief auseinander, und Kleinasien und Konstantinopel war dem Feinde blosgestellt. Mit der Flotte ging Achmed Fewzi Pascha zu den Aegyptern über, und verzehrt von Sorge und Krankheit starb Mahmud II. am 28. Juni mitten aus seinen Befürchtungen und Hoffnungen und seinem in nichts vollendeten Wirken heraus, doch noch eben frühe genug, um die beiden andern Unglücksschläge auf Erden nicht mehr zu erfahren. Mehemed Ali schien nun der Herr des Orients; die Pforte war tief gedemüthigt. Sie wäre ohne Zweifel dem ägyptischen Sieger erlegen nnd man hätte einen der im Orient sonst so häufigen Thronwechsel erlebt, aber das zu Erwartende geschah nicht, «eil die europäischen Mächte, Frankreich inbegriffen, für die Einsturz drohende Pforte ihr kräftiges Wort einlegten, und "die Unabhängigkeit und Vollständigkeit (Integrität) des türkischen Reiches" aussprachen. Au der Spitze der ttostlosen Angelegenheiten stand Ehosrew Pascha, ein alter, längst mit Mehemed Ali persönlich verfeindeter, aber an Schlauheit nnd langer Praris ihm gewachsener Mann, der wie, sein Gegner, trefflich versteht, sich in die Umstände zu. schicken; ferner Redschid Pascha, ein aufgeklärter, nach französischen Mustern gebildeter Staatsmann, und endlich Halil Pascha, ein Schwiegersohn deS verstorbene» Sultans. — In dieser Zeit lehnte sich die Psortcnregiernng ganz aus ihre christlichen Beschützer, und man erwartete in solchem Grade alles Heil von der unbebolsensten und hohlsten