Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 1 (1.1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Die urßorianischea Lhrisien. Dic Frauen schicnen^geschickt-^Aißig und ordentlich; sie halten sich ausnehmend zuklkk^jedoch ohne jene ge« zierte Schüchternheit, welche sonst in diesen Ländern so oft vorkommt. Zwei jüngere verheirathcte Krauen im Hause kamen Abends herbei und nahmen, in Anwesenheit ihrer Männer, Tbeil an der Gesellschaft. Jede von ihnen gab mir einen kupfernen Ring, wie sic sie um den Vorderarm tragen, als Merkwürdigkeit für unsere amerikanischen Damen, über deren Sitten und Gebräuche sie vieles zu fragen wußten. Besondere Verwunderung erregte eS bei ihnen und andern dieses Stammes, daß bei uns die Frauen bei ihrer Vcrheirathnng auch etwas zu der Sache zu reden haben, und daß die Väter ihre Töchter in dic Ehe geben, ohne von dem Schwiegersohn eine AuSkausüfumme zu erhalten. — Der weibliche ^Anzug ist nett und geschuiackvoll; das Haar wird in Flechten gelegt, und übrigens wenig Schmuck gttragen. Ihr Wuchs ist zierlich, der Gesichtsausdruck angenehm, und die Gesichtsfarbe so frisch als bei den Europäerinnen, nur daß doch hie und da eine Einwirkung der Sonne und des Rauchs der Wohnungen auf dieselbe zu bemerken ist. Weintrauben, Feigen und Granatäpfel finden sich in den niedriger gelegenen Dörfern am Flusse; dott wird auch, zum größten Rachtheil der Gesundheit, Reis gebaut. In den obern Dörfern trifft man Aepfel und andere nördliche Früchte an. Weizen pflanzen sic wenig, weil dazu der Raum gebricht, er wird aber von Ama dich zugeführt und gegen Honig und Butter ringe tauscht. (Fortsetzung folgt. >