Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 10 (10.1841)
- Date
- 1841-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427212-5427312--1590-4874053- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Anjrige. SSO ses, sondern auch weil ihr, uns nahe befreundeter Verfasser durch seinen Aufenthaltsort wie durch seine Beschäftigung im Fache orientalischer Bibelübersetzung so zu sagen einheimisch geworden ist im Morgenland. — Seine Arbeit erhält dadurch ihren eigenthümlichen Werth, daß sie die Fnicht ist eines vieljährigen, äußerst fleißigen Studiums des Hebräischen (wobei dem Verfasser seine Kennt« niß deS lebenden ^Arabischen gut zu statten kam) und der heiligen Schrift, während sein Blick ungetrübt, sein Ur« »heil unbestochen blieb durch die Summe gelehrter und anderer Meinungen, von denen gewöhnlich der Ereget nicht Umgang nehmen kann. Ihn leitete fast ausschließ, lich ein gläubiger, gesunder Sinn, und eine nicht ge« meine Kenntniß des Hebräischen, wovon die "Anhänge", namentlich über die schwierige Accentlehre Zeugniß geben. Der Verfasser hat sich darauf beschränkt nur da zu sprechen , wo er etwas zu berichtigen oder nachzutragen fand, daher der aphoristische Charakter seiner Arbeit. Nur das Buch Hiob ist zusammenhängend behandelt, indem eine fortlaufende Uebersetzung davon gegeben ist, in welcher der Verfasser seine, gewiß oft richtigere Ansicht nieder« gelegt hat. Leicht hätte das Merkchen zu einem Werke können ausgedehnt werden, und hätte in solcher Gestalt vielleicht ein stattlicheres Aussehen gewonnen. Wer es aber in der einfachen Form, in welcher der bescheidene Verfasser eS bietet, mit prüfendem Fleiße zur Hand nimmt, dem wird in demselben zum richtigen Verständnisse der heiligen Schrift mancher neue und treffende Wink begegnen, den er sich als rin Goldkorn zurücklegt in den Schatz seiner Bibelerkenntniß.