Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 10 (10.1841)
- Date
- 1841-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
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vat Bitthum Jerusalem SI7 stet sein. Die englische Regierung und Kirche kam diesem Antrag bereitwillig entgegen. Die Schwierigkeiten, welche dadurch entgegeutraten, daß in Palästina die englische Kirche keinen Sprengel hat, »nd daß der neue Bischofssitz auch andere evangelische Christen mußte unter seinen Schutz nehmen, die nicht von dem anglikanischen Bekenntnisse sind, wurden förderlichst beseitigt, indem vor dem Parlamente eine Bill (Gesetzesvorschlag) durchging, welche den Erzbischöfen das Recht ertheilt, Bischöfe für fremde Länder zu weihen, in denen sie keine Landeskirche bilden können, und zugleich diesen Bischöfen Vollmacht und Auftrag gibt, andere protestantische Gemeinden unter ihren Schutz zu nehmen, so jedoch, daß dabei die englische Kirche den Grundsatz der Bewahrung nationaler Eigenthümlichkeit für dieselben anerkennt. Zugleich wurden in Konstantinopel die nöthigen Unterhandlungen eröffnet. Bei dem Gewichte, das dort England und Preußen ausüben, wird ohne Zweifel mit leichter Mühe erlangt werden, daß die evangelische Kirche, welche bisher von allen andern allein im heiligen Lande ohne officielle Anerkennung war, dieselbe nun erhält. Für die Christen der übrigen Confessionen im Orient kann daraus nur Segen hervorgehen, wenn das evangelische Bekenntniß in seiner Einfachheit und Würde mitten unter ihnen auch seine Stellung einnimmt; ja selbst für die politische Sicherheit der Litern vorhandenen Kirchen muß es förderlich sein, daß die bedeutendsten protestantischen Mächte für das christliche Bekenntniß ihr Gewicht bei der Pforte in die Wagschale einlegen. Diese Einführung eines evangelischen Bischofs in Jerusalem, so bedeutungsvoll sie auch Jedermann auf den ersten Blick erscheint, kann doch ihre ganze Bedeutung erst mit der Zeit entwickeln, und namentlich wird für