Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 10 (10.1841)
- Date
- 1841-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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308 Herovrs der Große. Herodes selbst sah darin eine Strafe Gottes. Er zog sich in Samaria in die tiefste Einsamkeit zurück, und fiel in eine schwere Krankheit. Nun erhob Alerandra das Haupt. Sie that, in der Hoffnung und Erwartung daß Herodes sterben werde, die vorbereitenden Schritte, um die Zügel der Regierung zu ergreifen. Sie versuchte, die Besatzung der Stadt auf ihre Seite zu bringen. Dieses wurde dem kranken Könige verrathen. Er erholte sich und ließ Alerandra hinrichten. Durch die Krankheit, die Reue, den beständigen Argwohn, das viele Blutvergießen war er aber so reizbar und grausam geworden, daß er nun ohne viele Umstände, auf bloßen Verdacht hin, seine besten Freunde tödten ließ. Er herrschte als ein wahrer Schreckenskönig über das bezwungene Land; er hatte sein Ziel erreicht, er stand auf dem Gipfel seines politischen Glückes, aber zugleich auf dem Gipfel seines persönlichen und innern Unglücks. Er hatte die Welt seiner Wünsche gewonnen, und das Wohl seiner Seele verloren. (Die Fortsetzung folgt.) Schreiben ans Jerusalem. Von einem gelehrten deutschen Juden, Rabbi Schwarz, der schon seit dem Jahre 1833 in Jerusalem ansässig ist, haben wir bereits im Jahrgang 1838, Seite 118 ff. u. 17ff. Briefe mitgetheilt, die er an seinen Bruder, ei« * nen in Deutschland wohnenden Rabbiner gerichtet hat. Es wird nun unscrn Lesern nicht unangenehm sein, ein weiteres Schreiben dieses ManneS vom Juli des laufenden Jabres im Anszuge hier zu finden.