Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 5 (5.1841)
- Date
- 1841-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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156 Stand der Dinge im Plvrgenlante. ses nicht der Fall sein wird, nnd daß bei dem Tausch zwischen Rcdschid und Rifaat, nicht sowohl die Systeme als mehr nur die Personen sind gewechselt worden. Red» schid soll hauptsächlich in Mißkredit gekommen sein durch daS Zutrauen, das er französischen Abentheurern schenkte. Es kann wohl sein; denn schon der Hattischerif von Gül« haneh zeigt, wie Redschid vielleicht es gut meinte aber übel traf, und den französischen Wahn eingesogen hat, es bedürfen um die Staatsgebrechen in aller Welt zu heilen, nur einiger, auf französisch liberale Principien gestellter Proklamationen und Verordnungen, dieselben mögen zu den Umständen paffen oder nicht, ausführbar sein oder nicht. Die aus London in Konstantinopel angekommenen neuen Vorschläge fanden bei der Pforte, wie zu erwarten, ein geneigtes Gehör, und letztere beeilte sich, zu erklären, daß sie in den bestrittenen drei Punkten des Ferman vom 13. Februar den Wünschen der großen Mächte sich fuge. Indessen war man türkischerseits doch so vorsichtig, an diese Erklärung noch eine Frage zu knüpfen. Die Pforte ließ nämlich unterm 19. April die großen Mächte anfragrn: Wenn nun aber nach allen möglichen gemachten Erleichterungen der alte Mehemed Ali dennoch sich nicht redlich unterwerfe, wenn er die erhaltenen Zngrständnissc dankbar in die Tasche stecke, in den andern Punkten aber doch auf seinem Systeme beharre, z. B. in Verminderung seiner Armee bis auf die ihm vorgcschriebene Zahl, — ob dann die Vertragsmächte der Pforte beistchen werden, um dem widerspenstigen und ausflüchtigen Mehemed durch den Mund der Kanonen sagen zu lassen, daß die Nachgiebigkeiten ihre Endschaft erreicht hätten, 'und ihm nur Gehorsam oder Vernichtung übrig bleibe? Man begreift leicht, daß die Pforte wisse» möchte, ob man denn" am Ende, >-um des Friedens willen-- so