Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 5 (5.1841)
- Date
- 1841-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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14» tMf Jnffl Kreta. gewaltsamen Handstreich ihres Gouverneur, Mustapha Pascha, gesichert zu sein. Nach einem zehnjährigen Kampfe (zur Zeit des griechischen Aufstandes), in welchem mehr als 70,000 Seelen der christlichen Bevölkerung untcrge« gangen, hätten die hohen Mächte sie, statt sie an dem neuen hellenischen Staate Theil nehmen zu lassen, ans eine unbegreifliche Weise dem Pascha von Aegypten gleich, sam zum Geschenk gemacht, und nun wolle man sie nn« tcr die noch schlechtere Herrschaft des Sultans zurückstrllen. Dawider protestiren sic und erklären aufs de» stimmtcste, daß sie vor Erreichung ihres Zieles die Was, fen nicht niedrrlegcn, sondern sie vielmehr im Nothfalle gegen Jedermann, der sie angreife, gebrauchen würden. Der ägyptische Befehlshaber der Insel, Mustapha Pascha, der aber auch vom Sultan, als dem neuen Beherrscher, in seiner Stelle ist bestätigt worden, hat nichts gegen die Aufgestandenen unternommen, sondern Befehle und Verstärkung aus Konstantinopel abgcwartct. Inzwischen griff der Aufstand immer weiter um sich, und das ganze offene Land war in der Gewalt der Jnsur« gentcn; die Türken sahen sich auf die Städte beschränkt. Es wurden aber keinerlei Feindseligkeiten verübt, sondern mit Päßcn, ausgestellt von den insurgirten Rajas, konn» ten die Türken ans dem Lande reisen. Die Sache findet viele Theilnahme von Seite der Griechen auf dem Festlande. Nicht nur die Kretenser, welche in der Zeit des vorigen Kampfes von der Insel entflohen waren, kehren nun auf dieselbe zurück, um an dem neuen Streite Theil zu nehmen, sondern auch viele Griechen aus dem neuen Königreiche eilen nach Kreta hinüber, um die Reihen ihrer Brüder zu verstärken. Es sind besonders alte Krie« ger aus dem HreiheitSkampfe, die jetzt mit Freuden einen neuen Schauplatz ihrer Kampflust suchen. Zwar thut