Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 11 (11.1840)
- Date
- 1840-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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SftS Stand der Ving« im Morgenland«. mrtt sein, indem Mehemed Ali, unterstützt von franzisischen Genie-Officieren, deren mehrere ihm erst neuerlich gesendet worden, die Stadt und den Hafen aufbeste vercheidigeu könne. Rach Aussage anderer Zeugen ist bei Mehemed Alles mehr dem Schein als dem Wesen nach vorhanden; zwar stehen die Kanonen da, aber die Batterien sind unzweckmäßig angelegt, es fehlt an tüchtigen .Artilleristen, ja es fehlt sogar an den nöchigen Pulvervorräthen. Die Bevölkerung ist schwierig, namentlich in Kairo, wo die sogenannte Rattonalgarde sich geradezu weigerte, außer die Stadt in's Feld zu rücken. Auch die Flotte soll in gebrechlichem Zustande und die Kriegsschiffe so unhaltbar gebaut sein, daß sie daS Kanoniren nicht verttagen können, sondern durch die bloße Erschütterung ihres eigenen Geschützes anfangen Waffe» zu schöpfen. Die türkische Flotte, welche Mehemed im« mrr noch in Händen hat, und vielleicht nicht anders als gezwungen herausgibt, soll den Schiffen nach etwas besser beschaffen sein, aber die Mannschaft derselben ist sehr ergrimmt über ihren gezwungenen Aufenchalt in Aegypten. AlS neulich Mehemed die Officiere derselben verabschiedete und nach Konstantinopel zurücksandte, «eil er sich auf sie am allerwenigsten verlassen konnte, suchte« Biele von der türkischen Mannschaft durch die Flucht auf englische Schiffe in Sicherheit zu kommen; auf zwei Linienschiffen kam eS zu blutigen Auftritten, und alle Türken, die zurück bleiben mußten, sahen unter Zeichen des tiefste« Schmerzen» den Osficieren nach, welche den ägyptischen Hafen verlassen dursten und Mehemed Ali's Joch entgingen. Den 31. Oktober 1840.