Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 11 (11.1840)
- Date
- 1840-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Zeit btr Makkabäer. g|i Länder herrschen sollte, mußte die Schwierigkeit einer solche« Fremdlingsherrschast wohl fühlen und eS konnte ihm daher nur zweckdienlich sein, ein so weitverbreitete- und so rührige- Volk, daseit Jahrhunderten von allen Rachbarn nur Druck und Verachtung erlitten, an da- Jntereffe seiner Macht zu knüpfen. Er ermangelte daher nicht, unter Bewilligung großer Vorrechte zahlreiche jüdische Eolonisten in die wichtigsten Städte seines Reiches zu ziehen. *) Besonderbildeten die Juden in Alexandrien bald eine große Gemeine. Diese Stadt war durch Alexander gegründet worden und hatte zum bleibenden Andenken seinen Namen erhalten. Die alten Aegypter waren weder der Seefahrt noch dem Handel ergeben, und hatten daher auch nicht sonderlich Bedacht genommen auf Anlegung'von Seehäfen. Alexander aber, der al- Zweck seiner Eroberung sich die Oeffnung neuer, großer Handelsstraßen gesetzt hatte, wovon dem unternehmenden Geiste der Griechen unermeßlicher Gewinn erwachsen sollte, erkannte bald die Wichtigkeit einer Seestadt an der Stelle, wo er Alexandrien gründete. Sein Scharfblick hatte auch so richtig gewählt, daß diese Stadt, als sie Residenz der Ptolemäer und Mittelpunkt eineausgedehnten Handels zwischen Asien und Europa wurde, eine Bevölkerung von 300,000 Einwohnern in sich faßte, und an Reichthum und Pracht eine der ersten Städte des Erdbodenwar. *1 Don'diesen, in die afrikanischen Besitzungen de« Ptolemäu« veryflanjten Jude« stammten diejenigen ab, -melch« mir al« au« Eyren« gebürtig im neuen Testamente finden, Matth. 27, »2. «y.Gesch. 2, 10. u. a, ». **) 4« ist die« dasselbe »lexandrjen, da« noch heute nächst Kairo di« «ichttgste Stadt Aegypten« ist, und in deren Hafen gegenmärtig di« ägyptisch« und di« türkisch« Flott«, vor demselben da« Geschwader der Verbündeten liegt.