Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 10 (10.1840)
- Date
- 1840-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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Stand d«r Dinge im Morgenland«. S19 Rifaat Belandete am 11. August und machte bei Mehemed Ali, nach überstandener Quarantäne, seine Anträge am 17ten. Sofort aber gab letzterer kurz abfertigende, verneinende Antwort. Während man nun aber die ersten zehn Tage verstreichen ließ, kam, von der französischen Regierung gesendet, Graf WalrwSky in Alerandrien an, und unterrichtete Mehemed Ali über das was zu thun sei. Derselbe gab daher in den letzten Tagen des Augusts, als die erste Fn'st abgelaufen war, eine ausweichende, nichts besagende Antwort, und suchte die ganze Sache aus den Händen der Vertragsmächte heraus zu spielen. Er sagte, er nehme den Vertrag an, so weit er Aegypten betreffe, hingegen wegen Syriens wolle er mit der Pforte in besondere Unterhandlung treten. Als ihm hierauf die europäischen Eonsuln bemerkten, daß er demnach wenigstens die türkische Flotte augenblicklich herausgeben müsse, wich er wieder aus, und berief sich auf die Unterhandlungen, die er mit der Pfotte selbst anknüpfe. Nun wurde der Verlauf der zweiten Frist abgewartet. Inzwischen begab sich Walewsky nach Konstantino» pel, um die französisch-ägyptischen Unterhandlungen dort zu leiten. Er kam daselbst am 8. September an. Aber schon vorher hatte die Pforte von dem fruchtlosen Verstreichen der ersten Frist Kenntniß erhalten, und war sogleich zu Ernennung neuer Paschas für die syrischen Provinzen geschritten. In Alerandrien ging mit dem ü. Sept. die zweite Frist zu Ende. Mehemed Ali ließ die Abgesandten nicht mehr vor sein Angesicht, unter dem Vorgeben einer Unpäßlichkeit. Zwei seiner getteuesten Diener , Boghos Bey und Sami Bei, führten für ihn das Wort, und wiederholten die frühere Antwort, Mehemed Ali nehme den Verttag an für Aegypten, und berufe sich