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Das Morgenland · 1840-09-01 · 9 (9.1840) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
3 (1840)
Issue
9 (9.1840)
Date
1840-09-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Stand der Dinge im Morgenland«. »7« Stand der Dinge im Morgenlande. In unserm Hefte vom verflossenen Monat Juni konnten wir blos erzählen, daß den ganzen Winter hindurch bis in den Sommer hinein, kein Ereigniß von einiger Wichtigkeit vorgekommen sei, und daß die morgenländischen , verwickelten und unentschiedenen Begebenheiten noch immer in der gespannten Schwebe gehalten seien, in die sie gestellt worden nach der Schlacht von Nisib (24. Juni 1839) durch das diplomatische Einschreiten der europäischen Mächte. Während wir aber dieses niederschrieben , hatten sich größere Ereignisse vorbereitet und waren zum Theil bereits eingetreten, über die wir nun weiter zu berichten haben. \ Wir machen eS uns auch jetzt, wie immer, zum strengen Gesetze, nur das zu sagen, was wir gewiß wissen, dieses aber in einen übersichtlichen Zusammenhang zu stellen. Seit vorigem Sommer war die Lage der morgenländischen Verhältnisse im Allgemeinen diese. I. Die Pforte. Sic ist geschwächt durch die Niederlage von Nisib, gelähmt durch die Jntriguen Mehe« med Ali's, des Bicekönigs von Aegypten, bedroht im Innern durch die Unzufriedenheit der nicht muhammedanischen Unterthatien. Ihre Stütze findet sie aber in der Zusage der fünf europäischen Großmächte (Frankreich mit inbegriffen), welche ihre Integrität (ungeschmälerten Rcichsbestand) und Unabhängigkeit ihr ausdrücklich garantire». II. Mehemed Ali. Er ist bei Nisib Sieger und Kleinasien steht ihm offen. Achmed führt ihm die ganze türkische Flotte zu. Er hat die Gewalt in der Hand, daS türkische Reich sich zu unterwerfen, aber durch die Autorität der europäischen Mächte ist er zur Unthätigkcit verurtheilt. Jndeß, waS er nicht öffentlich thun darf.

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